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Berufsbildnerinnen und Berufsbildner

Berufsbildnerinnen und Berufsbildner prägen die Ausbildungsqualität im Lehrbetrieb massgeblich. Gleichzeitig müssen sie häufig zwischen der Begleitung der Lernenden und den Anforderungen des Betriebsalltags abwägen.

Untersuchungen der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung EHB

Viele empfinden gemäss Untersuchungen der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung EHB die verfügbare Zeit für ihre Ausbildungsaufgabe als knapp und wünschen sich mehr Anerkennung für ihre Verantwortung. Die gesetzlichen Mindestanforderungen schaffen eine wichtige Grundlage und sichern das Grundwissen von Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern in Bezug auf ihre Bildungsaufgabe. Für die vielfältigen Herausforderungen im Ausbildungsalltag wünschen sie sich gemäss EHB-Studien jedoch zusätzliche Unterstützung und Weiterbildung.

Geeignete Weiterbildungen stärken die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner in ihrer Aufgabe und tragen dazu bei, Lernende professionell zu begleiten und die Ausbildungsqualität zu sichern. Besonders gefragt sind Angebote zu Beziehungs- und Begleitfragen. Die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner möchten sich dabei mit ihren Rollen, Aufgaben und Herausforderungen auseinandersetzen, ihre Kenntnisse über Jugendliche vertiefen sowie ihre Beziehungs- und Kommunikationskompetenz stärken. Auch der Umgang mit sozialen, familiären oder psychischen Belastungen von Lernenden gewinnt an Bedeutung.

Good Practice

TOP-Ausbildungsbetrieb

Das Label «TOP-Ausbildungsbetrieb» wurde von carrosserie suisse initiiert und steht heute Unternehmen aller Branchen offen. Der Verein SwissEduPro bietet dazu Weiterbildungen für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner sowie praktische Hilfsmittel für den Ausbildungsalltag an. Ziel ist es, die Ausbildungsqualität in den Lehrbetrieben gezielt weiterzuentwickeln. (unterstützt vom SBFI)

Bildungscoach – suissetec

Die Bildungscoaches von suissetec besuchen und auditieren alle Ausbildungsbetriebe der Gebäudetechnik mindestens einmal jährlich. Sie unterstützen die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner dabei, die Ausbildungsqualität zu steigern, Lehrabbrüche zu verhindern und schwierige Situationen zu meistern.

Weiterbildungsangebote des Kantons Zug

Der Kanton Zug bietet Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern nach dem obligatorischen Kurs einen eintägigen Refresher-Kurs an. Dieser frischt Wissen auf, behandelt aktuelle Fragen aus dem Ausbildungsalltag und ermöglicht den Erfahrungsaustausch. Weiterführende Qualifikationen bieten zudem die Berufsprüfungen «Berufsbildungsfachmann/-fachfrau» und «Ausbilderin/Ausbilder».

Wissen

Förderschwerpunkt «Betriebliche Bildung»: Projektförderung

Das SBFI unterstützt im Rahmen des Förderschwerpunkts «Betriebliche Bildung» von 2026 bis Ende 2028 Projekte, die einen konkreten Beitrag zur Stärkung der Ausbildungs­bereitschaft von Betrieben in der beruflichen Grundbildung und/oder zur Weiterent­wicklung der betrieblichen Ausbildungsqualität leisten. Gesuche um Mitfinanzierung können bis Ende 2028 einge­reicht werden.

Förderschwerpunkt «Betriebliche Bildung»: Stärkung der Lehraufsicht

Die Kantone sorgen für die Aufsicht über die berufliche Grundbildung. Die Lehraufsicht und -begleitung (kurz: Lehraufsicht) verfolgt das Ziel, die Ausbildungsqualität im Betrieb zu kontrollieren und zu fördern.

Förderschwerpunkt «Betriebliche Bildung»: Begleitung Jugendliche

Eine gute Begleitung unterstützt Lernende dabei, Herausforderungen zu bewältigen und ihre berufliche Grundbildung erfolgreich abzuschliessen. Dabei spielen neben den persönlichen Voraussetzungen und dem Umfeld der Jugendlichen auch die Lernangebote an den drei Lernorten eine wichtige Rolle. Die Begleitung im Lehrbetrieb trägt wesentlich zum Lernerfolg bei.

Förderschwerpunkt «Betriebliche Bildung»: Rahmenbedingungen für Lehrbetriebe

Betriebe engagieren sich in der beruflichen Grundbildung, um ihren Fachkräftenachwuchs zu sichern und weil sich die Ausbildung für sie lohnt. Gute Rahmenbedingungen erleichtern es ihnen, Lernende auszubilden.

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI

Berufsbildungspolitik
Gerda Lüthi