Verbundpartner der Berufsbildung lancieren Förderschwerpunkt zur digitalen Transformation

Bern, 10.12.2018 - Unter der Leitung von Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann hat am 10. Dezember 2018 in Bern das fünfte nationale Spitzentreffen der Berufsbildung stattgefunden. Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt haben ihr gemeinsames Engagement bei der Umsetzung des Leitbildes «Berufsbildung 2030» bekräftigt und den Start erster Massnahmen zur Kenntnis genommen. Vor diesem Hintergrund haben sie den Förderschwerpunkt «digitalinform.swiss» zur digitalen Transformation lanciert. Gemeinsam wollen sie den digitalen Wandel in der Berufsbildung zum Nutzen von Wirtschaft, Gesellschaft und Individuen vorantreiben. Die starke Position der Berufsbildung in der Arbeitswelt soll erhalten und nach Möglichkeit weiter ausgebaut werden.

Der Förderschwerpunkt «Digitaler Wandel in der Berufsbildung – digitalinform.swiss» ist Teil der Umsetzungsmassnahmen aus dem Strategieprozess «Berufsbildung 2030». Der Bund sieht im Rahmen seiner Projektförderung einen bis ins Jahr 2024 befristeten Förderschwerpunkt vor. Für die Jahre 2019 und 2020 sind dazu finanzielle Mittel von jährlich bis zu 15 Millionen CHF im Rahmen des bestehenden Budgets vorgesehen. Die Mittel für die Jahre 2021-2024 werden im Rahmen der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovationen (BFI) in den Jahren 2021-2024 bestimmt.

Mit dem Förderschwerpunkt zur digitalen Transformation schafft der Bund Rahmenbedingungen, die über die Projektförderung im engeren Sinn hinausgehen und einen aktiven Know-how-Transfer zwischen den Projekten im Bereich der Digitalisierung ermöglichen. Ziel ist es, Vorhandenes sichtbar zu machen und die Akteure untereinander besser zu vernetzten. Das Webportal «digitalinform.swiss» ist dabei das zentrale Kommunikations- und Vernetzungsinstrument.

Eine Schlüsselrolle bei der Realisierung von Digitalisierungsvorhaben kommt insbesondere auch den Lehrpersonen der Berufsfachschulen zu. Ihnen obliegt es, die neuen digitalen Kompetenzen im Berufsfachschulunterricht zu vermitteln. Der Bundesrat hat deshalb dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) bereits im Juni 2018 für die Jahre 2019 und 2020 jährlich 3 Mio. Franken zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, Schulleitungen und Lehrpersonen an Berufsfachschulen mit neuen Lerntechnologien vertraut zu machen. Mit einer elektronischen Plattform, einem Analysetool für die Schulleitungen, sowie Kursangeboten für die verschiedenen Zielgruppen will das EHB den Auftrag umsetzen.

Ebenfalls ein zentrales Thema des Leitbildes «Berufsbildung 2030» ist jenes der Berufsmobilität bzw. der Ausrichtung der Berufsbildung auf das lebenslange Lernen. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang die kantonalen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen (BSLB). Eine Stärkung ihrer Informations- und Beratungsleistungen über die gesamte Bildungs- und Arbeitslaufbahn hinweg hatten die Verbundpartner bereits 2015 zu einem gemeinsamen bildungspolitischen Ziel erklärt. Bund und Kantone sind nun daran, bis Herbst 2019 eine nationale Strategie für die Entwicklung der BSLB zu erarbeiten. Der national verankerte Rahmen soll gewährleisten, dass Ziele, Dienstleistungen und Ausbildungen entwickelt werden, die schweizweit koordiniert und getragen werden. Gleich wie bei der digitalen Transformation will der Bund auch die BSLB-Entwicklung in der BFI-Periode 2021-2024 mit einem Förderschwerpunkt unterstützen.

Vor dem Hintergrund der beschlossenen zwei Förderschwerpunkte sind sich die Verbundpartner einig, dass bei der Verteilung der BFI-Mittel 2021-2024 im Bereich der Berufsbildung die Massnahmen zur Umsetzung von «Berufsbildung 2030» besonderes Gewicht erhalten sollen. Die Gespräche sollen im Rahmen eines BFI-Stakeholdertreffens im Frühling 2019 weitergeführt werden.


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