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CERN: Europäisches Laboratorium für Teilchenphysik

Das 1953 gegründete Europäische Laboratorium für Teilchenphysik (CERN) stellt die ausschliesslich friedlichen Zwecken dienende Zusammenarbeit europäischer Staaten auf dem Gebiet der Kern- und Teilchenphysik sicher und fördert mit seinen Beschleunigeranlagen die Spitzenforschung im Bereich der Hochenergiephysik.

An der Spitze der Forschung in der Teilchenphysik

Das CERN im französisch-schweizerischen Grenzgebiet bei Genf ist ein wichtiges Forschungszentrum für Teilchenphysik, das für die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich gegründet wurde. Es beherbergt hochmoderne Geräte wie das Protonen-Synchrotron (PS), das Superprotonen-Synchrotron (SPS) und seit 2009 den Large Hadron Collider (LHC). Letzterer wurde im gleichen 27 km langen Ringtunnel installiert, in dem sich zuvor der Large Electron-Positron Collider (LEP) befand. Seit 2006 erweitert das CERN sein bisheriges Tätigkeitsfeld um die Neutrinophysik und beteiligt sich an internationalen Projekten auf diesem Gebiet.

Das CERN hat 24 Mitgliedstaaten und beschäftigt fast 2500 Personen, die mit mehr als 10 000 Forschenden aus der ganzen Welt zusammenarbeiten. Zu den wichtigsten Errungenschaften des CERN gehört die Entdeckung des Higgs-Teilchens, die 2013 mit dem Physiknobelpreis ausgezeichnet wurde. Im CERN wurde auch das World Wide Web entwickelt, das ursprünglich dazu gedacht war, den Austausch grosser Datenmengen zu erleichtern.

Schweizer Beteiligung am CERN

Neben ihrem Status als Gaststaat spielt die Schweiz mit ihren Universitäten, den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH) und dem Paul Scherrer Institut eine Schlüsselrolle im CERN, dessen Forscherinnen und Forscher an Experimenten in verschiedenen Bereichen wie Teilchenphysik, Medizin und technologischer Forschung mitwirken. Mit wissenschaftlichen und finanziellen Beiträgen aus der Schweiz werden die meisten der grossen Detektoren für den LHC sowie die Neutrino-Experimente unterstützt.

Das CERN beschäftigt rund 200 Schweizer Arbeitnehmende und ist für zahlreiche Schweizer Unternehmer ein interessanter Wirtschaftspartner. Bei einem Gesamtbudget von 1,2 Milliarden CHF leistet die Schweiz einen jährlichen Beitrag von rund 50 Millionen Franken. Im Jahr 2024 beschloss das Schweizer Parlament, einen Sachplan zu erstellen, um diese Zusammenarbeit zu stärken. Verantwortlich für die Entwicklung dieses Sachplans sowie der Schweizer Beteiligung am CERN ist das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).

Comité Suisse pour l’Évaluation du FCC (CSEF)

Das Comité Suisse pour l’Évaluation du FCC (CSEF) ist mit der Beurteilung der Machbarkeitsstudie für das potenzielle nächste Projekt des CERN, den Future Circular Collider (FCC), betraut.

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI

Internationale Programme und Organisationen
Michael Gerber