CIESM: Internationale Zusammenarbeit für die Mittelmeerforschung
Die CIESM (Commission internationale pour l’exploration scientifique de la mer Méditerranée) wurde 1919 von Mittelmeeranrainerstaaten gegründet, um die Erforschung des Mittelmeeres zu fördern. Die Schweiz ist 1971 beigetreten.
Die CIESM deckt alle das Mittelmeer betreffenden Forschungsbereiche ab und bietet den Anrainerstaaten ein Forum für wissenschaftliche Zusammenarbeit und Ideenaustausch.
Die CIESM arbeitet im Rahmen von sechs wissenschaftlichen Komitees (Marine Geosciences, Physics & Climate of the Ocean, Marine Biogeochemistry, Marine Microbiology & Biotechnology, Living Resources & Marine Ecosystems, Costal Systems), welche alle drei Jahre zu einem Kongress zusammentreten.
Die Kommission organisiert Konferenzen und Workshops, publiziert wissenschaftliche Monografien und fördert besonders die Teilnahme von jungen Wissenschafterinnen und Wissenschaftern aus finanziell schwächeren Ländern.
Schweizer Beteiligung
Die Zusammenarbeit im Rahmen der CIESM ist für das Binnenland Schweiz sehr wertvoll. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) ist verantwortlich für die Schweizer Mitgliedschaft und die Bezahlung der jährlichen Mitgliederbeiträge (in etwa CHF 50'000). Die Schweizer Vertretung hat das SBFI an die Kommission für Ozeanographie und Limnologie (KOL) der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften delegiert. Sie vertritt die Schweiz im Zentralbüro, am Kongress und in der Vollversammlung der CIESM.
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI
Doris Wohlfender