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Förderschwerpunkt «Betriebliche Bildung»

Von 2026-2028 stärkt der Bund die betriebliche Bildung als Erfolgsfaktor der dualen Berufsbildung. Durch Sensibilisierung, Vernetzung und finanzielle Förderung von Projekten werden Lehrbetriebe und ihre Berufsbildenden gezielt unterstützt. Entsprechend profitieren die Lernenden von einer hohen Ausbildungsqualität und guten Rahmenbedingungen für das Erlernen eines Berufs. Insgesamt stehen dafür 3 Millionen Franken bereit.

Ein junger Mann mit Gehörschutz arbeitet konzentriert an einer Bandsäge in einer Werkstatt, während eine zweite Person neben ihm steht und ihn anleitet.

Was ist der Förderschwerpunkt «Betriebliche Bildung»?

Die Ausbildungsbereitschaft von Unternehmen und die Qualität der betrieblichen Bildung sind wichtige Voraussetzungen für eine attraktive und erfolgreiche berufliche Grundbildung. Im November 2025 haben die Teilnehmenden am nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung die Umsetzung des Projekts «Förderschwerpunkt Betriebliche Bildung» gutgeheissen. Mit dem Förderschwerpunkt «Betriebliche Bildung» fördert der Bund die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen und die Optimierung der Qualität der Bildung im Lehrbetrieb, indem er das Thema sichtbar macht, Beteiligte für das Thema sensibilisiert, Akteure vernetzt und Projekte zur Verbesserung der betrieblichen Bildung finanziell unterstützt. Der Förderschwerpunkt ist auf die Jahre 2026 bis 2028 ausgelegt und ist Teil der Roadmap «Attraktivität der Berufsbildung». Der Bund stellt im Rahmen der Projektförderung finanzielle Mittel von insgesamt 3 Millionen Franken für den Förderschwerpunkt zur Verfügung.

Warum gibt es einen Förderschwerpunkt Betriebliche Bildung?

In der dualen Berufsbildung wird die Vermittlung von Theorie in der Berufsfachschule kombiniert mit der Vermittlung von praktischem Wissen und Handlungsfähigkeiten im Lehrbetrieb und in den überbetrieblichen Kursen. Für junge und erwachsene Menschen, die einen Beruf lernen wollen, ist es wichtig, dass es genügend Lehrbetriebe gibt. Die Bereitschaft der Unternehmen, Lernende auszubilden, ist essenziell für das Funktionieren der dualen Berufsbildung. Damit dies gewährleistet ist, sind die Lehrbetriebe auf gute Rahmenbedingungen angewiesen.

Nicht nur eine genügende Anzahl Lehrbetriebe ist wichtig, sondern auch dass die Ausbildungsqualität gewährleistet ist. Dabei geht es einerseits darum, dass die Betriebe so ausbilden, dass Lernende nach Abschluss der Ausbildung ihren Beruf gut beherrschen und über die vom Arbeitsmarkt geforderten Kompetenzen verfügen. Andererseits soll die Bildung im Betrieb auch den Anforderungen und Erwartungen der Lernenden entsprechen. Dazu gehören zum Beispiel ein positives Lern- und Arbeitsumfeld, verlässliche Rahmenbedingungen, Entwicklungsperspektiven und ein Beruf, der sich mit dem eigenen Lebensentwurf vereinbaren lässt.

Wie setzt das SBFI den Förderschwerpunkt um?

Der Förderschwerpunkt wird nach Themen aufgegliedert, die Ansätze zur Optimierung der betrieblichen Bildung bieten. Diese Themen werden zusammen mit den Verbundpartnern bis im Sommer 2026 verbindlich festgelegt. In Frage kommen beispielsweise Stärkung der Lehraufsicht, Weiterbildung der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, Begleitung der Jugendlichen sowie Optimierung der Rahmenbedingungen für Lehrbetriebe.

Das SBFI informiert über Entwicklungen, Projekte und Studien in jedem Themenbereich, ermöglicht den relevanten Akteuren den Austausch und die Vernetzung zu den jeweiligen Themen und unterstützt Verbundpartner beim Auf- und Ausbau von Massnahmen mit finanziellen Mitteln.

Für wen werden die Massnahmen gedacht?

Das SBFI richtet sich mit den Informations- und Vernetzungsmassnahmen an alle Personen, die einen Bezug zur beruflichen Grundbildung und insbesondere zum betrieblichen Teil der Bildung haben. Die Projektförderungsmassnahmen sind vor allem für kantonale Stellen und Branchen- bzw. Berufsverbände gedacht. Aber auch andere Institutionen sind eingeladen, Projektgesuche zur Förderung einzureichen, wie üblich vorausgesetzt, dass sie mit den entsprechenden Kantonen und der Wirtschaft abgestimmt sind.

Wie sieht die Projektplanung aus? Wann startet der Förderschwerpunkt?

Der Förderschwerpunkt «Betriebliche Bildung» wird Ende August 2026 offiziell lanciert. Information zu bestehenden Projekten und Studien werden laufend auf dieser Internetseite geteilt. Bis Ende August 2026 wird das SBFI in Zusammenarbeit mit Personen und Institutionen mit Bezug zur Praxis der betrieblichen Bildung konkrete Massnahmen konzipieren und die Voraussetzungen für die Mitfinanzierung von Projekten zur Optimierung der betrieblichen Bildung definieren. Bis dahin gilt die übliche Projektförderungspraxis. Nach den aktuellen Projektförderungskriterien werden Projekte unterstützt, die zur Entwicklung der Berufsbildung und zur Qualitätsentwicklung beitragen. Auch werden Leistungen unterstützt, die im öffentlichen Interesse liegen, aber ohne zusätzliche Unterstützung nicht finanziert werden können. Das Berufsbildungsgesetz erwähnt u.a. Massnahmen zur Sicherung und Erweiterung des Lehrstellenangebots.

Mehr Informationen

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI

Berufsbildungspolitik
Gerda Lüthi