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Nationale Forschungsschwerpunkte

Die Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) sind das Förderinstrument des Bundes, um exzellente Forschung von strategischer Bedeutung zu unterstützten und neue international kompetitive Forschungsbereiche zu etablieren oder bestehende zu stärken. Sie bilden nachhaltige Strukturen und stellen einen wichtigen Leistungsausweis für die Hochschulen dar.

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International sichtbare Spitzenforschung

Die Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) fördern Spitzenforschung in der Schweiz, stärken die schweizerische Forschungslandschaft und fördern die internationale Sichtbarkeit der Schweizer Forschenden bzw. Forschung auf Spitzenniveau. Mit diesem Förderinstrument unterstützt der Bund langfristige Forschungsvorhaben von nationaler Bedeutung, beispielsweise zu Antibiotikaresistenz, Sprachentwicklung oder Quantencomputing. Interdisziplinäre Forschergruppen tragen die Verantwortung für die Forschung innerhalb der NFS. Dabei setzen sie auf höchste Qualität und innovative Ansätze. Überdies leisten die NFS einen wichtigen Beitrag sowohl für eine attraktive Nachwuchs- und Frauenförderung wie auch für den Wissenstransfer in die Praxis.

Netzwerk mit Heiminstitution

NFS sind an einer oder mehreren anerkannten Schweizer Hochschulen angesiedelt (Heiminstitution). Sie sind interdisziplinäre und hochschulübergreifende Netzwerke mit Schwerpunkt in der Grundlagenforschung. Ein wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit sowohl mit Forschungspartnern aus dem Hochschulbereich als auch aus der Wirtschaft und der Verwaltung. Mit den NFS kann die Forschung in den verschiedenen Bereichen gebündelt werden und neue Perspektiven für die Entwicklung von Fachgebieten schaffen.

Finanzierung und Laufzeit

NFS haben eine Laufzeit von maximal zwölf Jahren. Der Bund unterstützt sie mit bis zu fünf Millionen Franken pro Jahr. Hinzu kommen die Beiträge der involvierten Hochschulen, Drittmittel der Forschungsgruppen und Beiträge aus der Wirtschaft, welche die Bundesmittel in der Regel bei Weitem übertreffen. Die Investitionen in NFS zeigen relativ schnell eine Hebelwirkung für weitere Investitionen.

Lancierung neuer NFS-Serien

Der Prozess zur Lancierung neuer NFS beginnt im Auftrag des SBFI mit einer offenen Ausschreibung durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Alle Forschenden in der Schweiz können Vorschläge einreichen. Diese werden in einem zweistufigen Verfahren wissenschaftlich evaluiert und vom SNF in einer Auswahlliste zusammengestellt.

Anschliessend werden die für die Umsetzung vorgeschlagenen NFS durch das SBFI aus forschungs- und hochschulpolitischer Perspektive geprüft. Der Entscheid zur Lancierung erfolgt durch den Vorsteher oder die Vorsteherin des Eidgenössische Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) im Rahmen der verfügbaren Kredite.

Zahlen und Fakten

NFS-Serien

  • Einführungsjahr: 2001
  • Anzahl lancierter NFS-Serien: 6
  • Anzahl lanciert NFS (1.-6. Serie): 48
  • Anzahl laufender NFS (ab 2020): 14

Finanzierung

Output

Folgender Output wurde in den NFS der Serien 1–3 insgesamt generiert (Zahlen inklusive 4. Serie sind nach Abschluss der NFS Ende 2026 verfügbar).

  • Anzahl wissenschaftlicher Publikationen: 37’331
  • Neu geschaffene oder neu ausgerichtete Professuren: 373
  • Anzahl Promotionen: 2’634
  • Anzahl Start-Ups: 125
  • Anzahl Patente: 440

Neu lancierte NFS

Ende November 2023 hat der SNF im Auftrag des Bundes die 6. NFS-Ausschreibung veröffentlicht. Im Januar 2026 hat der Vorsteher des WBF entschieden, sechs neue NFS zu lancieren. Die NFS werden im Frühling 2026 starten.

Unter den bewilligten NFS ist keines aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das WBF hat deshalb entschieden, Mittel für ein weiteres Programm zurückzustellen und ein kompetitives Auswahlverfahren für die Geistes- und Sozialwissenschaften durchzuführen, um die wissenschaftliche Vielfalt zu stärken. Weitere Informationen folgen im Sommer 2026.

NFS Serien im Überblick

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI

Nationale Forschung
Nicole Schaad