Das Bevölkerungswachstum hat sich im Jahr 2025 leicht verlangsamt
Neuchâtel, 20.08.2026 — Am 31. Dezember 2025 umfasste die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz 9 127 100 Personen. Das sind 0,8% mehr als 2024. Das Bevölkerungswachstum setzte sich zwar fort, verlangsamte sich jedoch, da weniger Personen einwanderten und mehr auswanderten. Die Mobilität innerhalb der Schweiz ging 2025 zurück. Die demografische Alterung verstärkte sich: Mittlerweile ist die Zahl der Personen ab 65 Jahren grösser als die Zahl der unter 20-Jährigen. Dies sind die definitiven Ergebnisse der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Ende 2025 zählte die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz mehr als 9,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Im Laufe des Jahres stieg die Einwohnerzahl um 76 100 Personen (+0,8%), womit das Bevölkerungswachstum unter den Werten von 2024 (+1,0%) und 2023 (+1,7%) lag. Die definitiven Zahlen bestätigen die im April 2026 anhand der provisorischen Ergebnisse veröffentlichten Trends. Einzig fiel die Zahl der Auswanderungen schliesslich höher aus als 2024. Dieser Unterschied hängt damit zusammen, dass Auswanderungen oft mit etwas Verzögerung amtlich registriert werden.
Die Bevölkerung wächst langsamer
Von den insgesamt 9 127 100 Einwohnerinnen und Einwohnern waren 6 599 000 schweizerische (72%) und 2 528 100 ausländische Staatsangehörige (28%). Die Bevölkerung wächst weiter, wenn auch nicht mehr so stark wie in den drei vorangehenden Jahren. Zwischen 2024 und 2025 nahm die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer in der ständigen Wohnbevölkerung um 27 900 Personen zu (+0,4%). Jene der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung erhöhte sich um 48 200 Personen (+1,9%).
Zwischen 2024 und 2025 verzeichnete der Kanton Schaffhausen das stärkste allgemeine Bevölkerungswachstum (+1,6% , +1420 Personen). Der Kanton Schaffhausen registrierte zudem auch das stärkste Wachstum der Bevölkerung mit Schweizer Staatsangehörigkeit (+0,9%, +554 Personen). Demgegenüber registrierte der Kanton Uri den grössten Anstieg der Bevölkerung mit ausländischer Staatsangehörigkeit (+4,3%, +249 Personen).
Der internationale Wanderungssaldo verringert sich
Der Wanderungssaldo (Differenz zwischen Ein- und Auswanderungen) ging von 82 800 im Jahr 2024 auf 70 400 im Jahr 2025 zurück (–14,9%). Trotz dieses Rückgangs waren rund 92% des 2025 beobachteten Bevölkerungswachstums auf den Wanderungssaldo zurückzuführen. Der Rest (rund 8%) entspricht dem Geburtenüberschuss, d. h. der Differenz zwischen Geburten und Todesfällen.
2025 registrierte die Schweiz 204 300 Einwanderungen. Bei 23 000 der eingewanderten Personen handelte es sich um Schweizer Staatsangehörige, bei 181 300 um ausländische Staatsangehörige. Die Auswanderungen beliefen sich auf 133 800. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 29 400 Auswanderungen von Schweizerinnen und Schweizern und 104 400 Auswanderungen von ausländischen Staatsangehörigen. Im Vergleich zu 2024 haben die Einwanderungen abgenommen
(–3,9%) und die Auswanderungen zugenommen (+3,1%).
Am stärksten vertreten bei den Migrationsbewegungen in die Schweiz waren im Jahr 2025 Personen mit deutscher (12,9%), schweizerischer (11,3%), französischer (10,1%) und italienischer (9,1%) Staatsangehörigkeit. Was die Auswanderungen betrifft, verliessen hauptsächlich Personen mit schweizerischer (22,0%), deutscher (9,0%), portugiesischer (7,9%), italienischer (7,9%) und französischer (7,4%) Staatsangehörigkeit die Schweiz.
Binnenwanderung nimmt ab
Auch innerhalb der Schweiz gibt es Wanderungsströme. Im Jahr 2025 wurden 511 200 Binnenwanderungen verzeichnet, davon 358 000 zwischen zwei Gemeinden innerhalb desselben Kantons (intrakantonale Wanderungen) und 153 200 zwischen zwei Gemeinden verschiedener Kantone (interkantonale Wanderungen). Gemessen an der Bevölkerung hat die Binnenwanderung in den letzten Jahren abgenommen. Die Zahl der intra- und interkantonalen Wanderungen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner lag im Jahr 2025 bei 56, während es zehn Jahre zuvor 61 gewesen waren. Die Umzugsstatistik, die auch die Mobilität innerhalb einer Gemeinde berücksichtigt, bestätigt diesen rückläufigen Trend.
Ausländische Staatsangehörige sind innerhalb der Schweizer Landesgrenzen mobiler als Schweizer Staatsangehörige: 2025 verzeichneten sie 80 gegenüber 47 Bewegungen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner. Der Rückgang der Binnenmobilität im Jahr 2025 war sowohl bei schweizerischen als auch bei ausländischen Staatsangehörigen zu beobachten. Bei der Schweizer Bevölkerung war er jedoch ausgeprägter, was bereits seit 2021 der Fall ist.
In zwei Dritteln der Kantone gibt es mehr ältere als junge Menschen
Zwischen 2024 und 2025 stieg die Zahl der Seniorinnen und Senioren (65 Jahre oder älter) von 1 769 300 auf 1 810 600 (+2,3%). Dieser seit mehreren Jahren andauernde Anstieg führte 2025 dazu, dass die Zahl der Seniorinnen und Senioren die Zahl der unter 20-Jährigen (1 804 500) erstmals überstieg. Auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre) kamen im Schnitt 32,8 ältere Personen ab 65 Jahren (Altersquotient) und 32,7 jüngere Personen zwischen 0 und 19 Jahren (Jugendquotient).
In 17 der 26 Kantone fiel der Altersquotient 2025 höher aus als der Jugendquotient. Nur in den Kantonen Waadt, Genf, Freiburg, Zürich, Zug, Luzern, Aargau, St. Gallen und Thurgau gab es mehr Junge als Seniorinnen und Senioren. Gegenüber 2024 ist die Zahl der älteren Menschen in allen Kantonen gestiegen.
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.