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Open Science

Open Science steht für verschiedene Initiativen, welche auf eine offene Wissenschaft zielen. Sie ist ein strategischer Schwerpunkt für die Schweizer Hochschulen und stärkt die Transparenz, Wirkung und Qualität wissenschaftlicher Forschung nachhaltig. Zentrale Aspekte von Open Science sind Open Access und Open Research Data.

Das SBFI hat swissuniversities 2015 respektive 2020 mit der koordinierten Erarbeitung nationaler Strategien zu Open Access (offener Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen) und Open Research Data (offener Zugang zu Forschungsdaten) betraut. Die beiden Strategien und ihre in der Folge entwickelten Aktionspläne werden seit 2017 beziehungsweise 2022 umgesetzt. 2024 wurde die Open-Access-Strategie einer Überarbeitung und Aktualisierung unterzogen. An der Ausarbeitung der Strategien und Aktionspläne waren unter der Federführung der Delegation Open Science von swissuniversities (Delegation Open Science - swissuniversities) der SNF, der ETH-Bereich und die Akademien der Wissenschaften Schweiz beteiligt. Über Konsultationen und Workshops wurden weitere interessierte Akteure involviert. Die Schweizerische Hochschulkonferenz hat als oberstes hochschulpolitisches Organ von Bund und Kantonen die Strategien zustimmend zur Kenntnis genommen.

Die nationalen Strategien zu Open Access und Open Research Data bezwecken den offenen (d.h. auch kostenlosen) Zugang zu allen Forschungsergebnissen, welche durch eine öffentliche Finanzierung ermöglicht wurden. In Bezug auf die Forschungsdaten gelten dabei die FAIR-Prinzipien, nach welchen sie auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar (engl. findable, accessible, interoperable, reusable) sein müssen. Der offene Zugang zu Forschungsergebnissen hat zahlreiche Vorteile:

  • Open Science verbessert die Zugänglichkeit und Überprüfbarkeit von Forschungsergebnissen, was die Wirkung und Qualität wissenschaftlicher Forschung erhöht.
  • Der offene Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und Forschungsdaten ermöglicht einen schnelleren, effektiveren und kostengünstigeren gesellschaftlichen Nutzen der wissenschaftlichen Forschung.
  • Open Science ist eine wichtige Rahmenbedingung zur Förderung der Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft, insbesondere für forschungsintensive KMU.

Die Umsetzung der beiden nationalen Strategien ermöglicht der Schweiz eine kohärente und ambitionierte Open-Science-Politik im Einklang mit den europäischen und globalen Entwicklungen in diesem Bereich. Für die Schweiz als international bedeutender Wissenschaftsstandort mit vielen forschungs- und innovationsgetriebenen Unternehmen ist dies ein zentraler Aspekt. Die Umsetzung der Strategien wird massgeblich über das von swissuniversities koordinierte Programm «Open Science» (Programm Open Science - swissuniversities), an welchem alle Hochschulen beteiligt sind, gefördert. Der Bund steuert über projektgebundene Beiträge gemäss Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (Projektgebundene Beiträge nach HFKG) rund die Hälfte des Budgets bei.

Für die weitere Konsolidierung und Entwicklung der schweizerischen Open-Research-Data-Landschaft haben swissuniversities, ETH-Bereich, SNF und Akademien der Wissenschaften Schweiz den «ORD Strategy Council» (Home - ORD) als gemeinsames Koordinationsorgan geschaffen.

Dokumentation

Nationale Open-Access-Strategie: Revidiert in 2024

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI