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Stärkung der höheren Berufsbildung: Weitere Massnahmen

Das Paket zur Stärkung der höheren Berufsbildung umfasst weitere Massnahmen, die keine neuen rechtlichen Grundlagen auf Bundesebene brauchen.

Stärkere Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der höheren Berufsbildung und der Hochschulen

Grundsätzlich liegt die Zusammenarbeit in der Zuständigkeit der Akteure der höheren Fachschulen und der Fachhochschulen und kann staatlich lediglich befördert werden. Das SBFI hat das Anliegen an die zuständigen Akteure (Konferenz Höhere Fachschulen und swissuniversities) adressiert. Das Dialogforum «Höhere Fachschule» im April 2025 wurde als Plattform für einen Austausch mit den Hochschulakteuren genutzt.

Ziel ist, dass die bestehende Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der höheren Berufsbildung und den Akteuren der Hochschulen, insbesondere der Fachhochschulen, weiter ausgebaut wird.Ziel ist, dass die bestehende Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der höheren Berufsbildung und den Akteuren der Hochschulen, insbesondere der Fachhochschulen, weiter ausgebaut wird.

Insbesondere soll die Transparenz bei der Durchlässigkeit zwischen den Abschlüssen der höheren Berufsbildung und den Hochschulen weiter erhöht werden, namentlich bei der Anrechnung bereits erworbener Bildungsleistungen. Im Fokus steht die weitere Verbesserung der Anrechnung gemäss der heutigen Best Practice von swissuniversities zur Zulassung zum Bachelorstudium an Fachhochschulen sowie zur Anrechnung von Bildungsleistungen.

Dank verstärktem Austausch können weitere Zusammenarbeitsformen zwischen den Hochschulen und Akteuren der höheren Berufsbildung entstehen. Dies mit dem Ziel der Synergienutzung, aber auch einer besseren Abstimmung und Komplementarität der Bildungsangebote. Für die Branchen ist entscheidend, dass die richtigen Kompetenzen in den richtigen Bildungsgefässen vermittelt werden.

Prüfen von Kommunikations- und Marketingmassnahmen

Die öffentliche Wahrnehmung und Sichtbarkeit der höheren Berufsbildung kann grundsätzlich durch Kommunikations- und Marketingmassnahmen beeinflusst werden.

Die Stärkung der Kommunikation ist für die Berufsbildung insgesamt wichtig. Denn trotz besten Aussichten für die Absolvierenden der höheren Berufsbildung wird der allgemeinbildende Weg hin zu einem Hochschulabschluss von Jugendlichen und ihren Eltern oftmals als erstrebenswerter erachtet. Massnahmen müssen bereits auf der Sekundarstufe I ansetzen und auch Eltern, Lehrpersonen und Berufsberatende erreichen.

Das SBFI hat im Herbst 2025 ein Mandat vergeben, um die aktuelle Situation zur Kommunikation im Bereich der höheren Berufsbildung auf Ebene der unterschiedlichen Akteure zu erheben. Zudem soll geprüft werden, welche Massnahmen die Bekanntheit und Sichtbarkeit der höheren Berufsbildung mit Blick auf die unterschiedlichen Zielgruppen (u.a. Jugendliche, internationale Unternehmen) erhöhen können. Abhängig von den Ergebnissen, die im Sommer 2026 erwartet werden, können in einem zweiten Schritt die entsprechenden Massnahmen konkretisiert und umgesetzt werden.

Optimieren der Rahmenbedingungen: Finanzierung

Für die Studierenden an einer HF ist die Finanzierung eine zentrale Rahmenbedingung. Die Finanzierung der HF seitens der öffentlichen Hand liegt in der Zuständigkeit der Kantone.

Die EDK hat an ihrer Jahresversammlung 2025 beschlossen, dass die Kantone die Höheren Fachschulen künftig stärker finanzieren. Konkret angepasst wird die Plafonierung der Klassengrösse mit neu minimal 15 anstatt wie bisher mit 18 Studierenden.

Damit erhöhen sich die Gesamtkosten für die Kantone um rund 25 Millionen Franken pro Jahr. Gleichzeitig werden die Studiengebühren für Studierende der HF-Bildungsgänge gesenkt. Die Umsetzung erfolgt unter Vorbehalt der Zustimmung zu den neuen HFSV-Tarifen im Rahmen der Konferenz der Vereinbarungskantone HFSV vom 26. März 2026 mit Wirkung per Studienjahr 2027/2028

Vorarbeiten: Im Rahmen des Projekts «Positionierung Höhere Fachschulen» hat das SBFI in den Jahren 2022 und 2023 die Nachfrage und die Anbieterstruktur der HF sowie die Finanzierung und Kompetenzaufteilung in diesem Bereich untersuchen lassen. In einem letzten Schritt wurde die Optimierung der bestehenden Finanzierung geprüft.

Diese Studien zu den strukturellen Merkmalen der HF-Landschaft wurden von BSS Volkswirtschaftliche Beratung durchgeführt, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe HFSV des Generalsekretariats EDK.

Optimieren der Rahmenbedingungen: Governance

Im Bereich der Governance besteht weitgehend Einigkeit, dass die Verbundpartnerschaft aus Bund, Kantonen sowie OdA als Verantwortliche für die Bildungsinhalte grundsätzlich zweckmässig ist und funktioniert. Die Bildungsanbieter müssen jedoch aktiv bei Themen zur Steuerung der HF angehört werden. Die Neukonzeption eines jährlich stattfindenden Dialogforums für die Akteure der höheren Berufsbildung mit Fokus auf die höheren Fachschulen stärkt den Einbezug der Bildungsanbieter und fördert den Austausch innerhalb der höheren Berufsbildung.

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI