ETH-Bereich weiterhin gut auf Kurs

Bern, 22.03.2019 - Der Bundesrat hat am 22. März 2019 die Berichte über die Erreichung der strategischen Ziele für den ETH-Bereich im Jahr 2018 gutgeheissen und den Geschäftsbericht des ETH-Rats genehmigt. Der ETH-Bereich ist bei der Erfüllung der strategischen Ziele 2017-2020 weiterhin gut auf Kurs. Im Berichtsjahr bestätigten unter anderem die Klassierungen der ETH Zürich und der EPFL in den wichtigsten Hochschulrankings und anderen weltweiten Vergleichsstudien das hervorragende wissenschaftliche Niveau des ETH-Bereichs.

Auch 2018 war der ETH-Bereich bei der Umsetzung der strategischen Ziele 2017-2020 weiterhin gut auf Kurs. Die Ziele in den Kerngebieten Lehre, Forschung und Wissens- und Technologietransfer wurden erfüllt. Mit einem Wachstum von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr setzte sich der Trend zunehmender Studierendenzahlen an der ETH Zürich und EPFL fort; die beiden Bundeshochschulen wiesen 2018 rund 32 500 Studierende und Doktorierende aus. Dabei fand das stärkste Wachstum gegenüber 2017 im Bereich Informatik und Kommunikationstechnologie statt (+12%).

Studien und Rankings belegen wiederholt die hervorragende Forschung des ETH-Bereichs. Dessen Publikationen sind gemäss einer internationalen Analyse von überdurchschnittlich hoher Qualität. Forschende des ETH-Bereichs haben im Berichtsjahr zahlreiche wichtige Auszeichnungen und Forschungsstipendien gewonnen wie beispielsweise die Fields-Medaille, den Latsis- sowie den Marcel-Benoist-Preis. Sie sind zudem sehr erfolgreich bei der Einwerbung von Stipendien des europäischen Forschungsrats (ERC-Grants).

Die Institutionen des ETH-Bereichs spielen eine wichtige Rolle innerhalb der Forschungslandschaft Schweiz, etwa im Rahmen der Leitung von Nationalen Forschungsschwerpunkten, mit den Kompetenzzentren für Energieforschung oder bei der Umsetzung des Schweizerischen Innovationsparks. Die Bereitstellung kostenintensiver Forschungsinfrastrukturen namentlich am Paul Scherrer Institut stärkt den gesamten Forschungsplatz Schweiz.

Die Institutionen des ETH-Bereichs sind dank zahlreicher Kooperationen mit anderen Schweizer Hochschulen eng in die nationale Hochschullandschaft eingebettet. Die beiden ETH haben zudem 2018 ihre Kooperationen mit medizinischen Fakultäten und Universitätsspitälern intensiviert. Darüber hinaus sind die Institutionen des ETH-Bereichs zentrale Akteure des Wissens- und Technologietransfers und tragen entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Schweiz bei. 2018 wurden im ETH-Bereich 55 Spin-offs gegründet, so viele wie noch nie. Zudem wurden fast 600 neue Zusammenarbeitsverträge mit der Privatwirtschaft abgeschlossen.

Die Institutionen des ETH-Bereichs sind attraktive Arbeitgeberinnen für talentierte einheimische und internationale Forschende. Trotz anerkennenswerter Bestrebungen, den Frauenanteil auf allen Stufen zu erhöhen, verbleibt dieser allerdings relativ tief. 2018 wurden verschiedene Vorwürfe von sexueller Belästigung und von Mobbing aufgearbeitet und konkrete Präventionsmassnahmen eingeleitet. Der Bundesrat begrüsst diese Massnahmen und erwartet, dass der ETH-Bereich aktiv gegen solche Missstände vorgeht und die diesbezüglich getroffenen Massnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft.

Der ETH-Bereich umfasst die Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich (ETHZ) und in Lausanne (EPFL) sowie die vier Forschungsanstalten Paul Scherrer Institut (PSI), Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Eidgenössische Forschungsanstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag). Der ETH-Rat ist das Strategie- und Aufsichtsorgan des Bereichs. Der Bundesrat führt den ETH-Bereich entsprechend den Grundsätzen zur Steuerung verselbständigter Einheiten des Bundes seit 2017 über strategische Ziele und erstattet der Bundesversammlung jährlich Bericht über deren Erreichung.

Der Bund ist die wichtigste Finanzierungsquelle des ETH-Bereichs. 2018 deckten seine Trägerfinanzierung 71 Prozent des Ertrags und im wissenschaftlichen Wettbewerb erworbene Forschungsbeiträge sowie die Ressortforschung des Bundes zusätzliche 15 Prozent.


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