Schweiz und Südafrika legen Grundstein zur Stärkung der Zusammenarbeit in Forschung und Innovation

Bern, 24.09.2019 - Das fünfte Treffen des schweizerisch – südafrikanischen Gemischten Ausschusses unter dem bilateralen Abkommen für wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit fand am Montag, den 23. September 2019 in Bern statt. Zwölf neue Forschungsprojekte, eine Annäherung der nationalen Forschungsförderungsagenturen und neue Kooperationsaussichten zwischen Fachhochschulen beider Länder wurden unter anderem in den Gesprächen thematisiert.

Ein bilaterales Abkommen zwischen der Schweiz und Südafrika über die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit verbindet die beiden Länder seit 2007. Es hat zu einer wesentlichen Intensivierung der Beziehungen zwischen den beiden Wissenschaftsgemeinschaften beigetragen. Als jüngstes Beispiel konnte der Gemischte Ausschuss, dem hochrangige Vertreter der jeweiligen Ministerien sowie der wichtigsten wissenschaftlichen Institutionen beider Länder angehören, die Resultate des letzten Aufrufs für gemeinsame Forschungsprojekte nehmen: Im Gefolge einer gemeinsamen Ausschreibung des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) und der südafrikanischen National Research Foundation (NRF) wurden zwölf von knapp 90 Projekteingaben gutgeheissen. Diese Projekte, angesiedelt in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und Energie sowie Geistes- und Sozialwissenschaften, werden nun finanziert.

Für die nächste Phase des bilateralen Programmes und die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit verhandeln zurzeit der SNF und die NFR eine direkte Kooperation in Form einer «Lead Agency»-Vereinbarung. Auf deren Basis soll es für Forschende in der Schweiz möglichen werden, ein gemeinsames Forschungsprojekt mit Partnern in Südafrika bei nur einer der Forschungsförderungsorganisationen einzugeben. Dieses Verfahren reduziert den administrativen Aufwand wesentlich und erleichtert die bilaterale Zusammenarbeit.

Ausserdem operiert das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut in Zusammenarbeit mit der Universität Basel als Leading House für Subsahara-Afrika. In diesem Rahmen bietet es ebenfalls regelmässig Instrumente für Forschende, die an einer Kooperation mit Partnern aus dieser Region interessiert sind. Ein Beispiel dafür ist das Swiss – South African Business Development Programme (SSABDP), welches die unternehmerische Leistungsfähigkeit von Forschenden und Innovatorinnen und Innovatoren bei der Vermarktung ihrer Forschungsprojekte stärkt.

Neben der offiziellen Delegation des Gemischten Ausschusses weilen aktuell zwei weitere südafrikanische Delegationen im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich Bildung, Forschung und Innovation in der Schweiz. Die erste davon bietet südafrikanischen Wissenschaftlern mit der Unterstützung von Präsenz Schweiz die Gelegenheit, eine Erkundungsmission zu Wissenschaft und Technologie durchzuführen. Die zweite, bestehend aus Mitgliedern der Universität Venda in Südafrika, setzt den Fokus auf die Schweizer Fachhochschulen (FH). Das Ziel: Die Zusammenarbeit im Bereiche der angewandten Forschung und Entwicklung sowie den Studenten- und Dozentenaustausch zu verstärken. Seit dem Jahr 1962 haben bislang rund 100 südafrikanische Forschende und Kunstschaffende dank eines Bundes-Exzellenz-Stipendiums einen Teil ihrer Karriere an einer Schweizer Hochschule verbracht.

Eine Broschüre, welche die Höhepunkte der Kooperation seit dem Abschluss des bilateralen Abkommens zusammenfasst, wird in naher Zukunft publiziert: in dieser Periode sind schweizerisch-südafrikanische Veröffentlichungen zwischen 2004 und 2014 um das Vierfache gestiegen.


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