Treffen des Gemischten Ausschusses Schweiz – EU in den Bereichen Forschung und Innovation

Bern, 17.10.2019 - Am 16. Oktober 2019 fand in Lugano das 24. Treffen des Gemischten Ausschusses in den Bereichen Forschung und Innovation zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) und Euratom statt. Im Zentrum der diesjährigen Zusammenkunft stand die Diskussion der Umsetzung des bestehenden Abkommens zwischen der Schweiz und der EU zum aktuellen Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation «Horizon 2020», zum Euratom-Programm und zum internationalen Fusionsreaktor ITER. Das Treffen bot der EU Delegation zudem Gelegenheit für einen Besuch des nationalen Hochleistungsrechenzentrums (CSCS) in Lugano.

Die Schweizer Delegation informierte am Treffen darüber, dass sich die Beteiligung der Schweiz am Programm «Horizon 2020» (2014-2020) seit der vollständigen Assoziierung Anfang 2017 kontinuierlich erholt. Gegenüber der vorangehenden Programmgeneration (7. Forschungsrahmenprogramm; 2007-2013) verzeichnet die Schweiz aber insgesamt weiterhin einen Rückgang in der Programmbeteiligung, beispielsweise bei der Anzahl Projekte. Grund dafür ist die Teilassoziierung der Schweiz an «Horizon 2020» in den Jahren 2014-2016. Die Schweizer Delegation hob hervor, dass die Bedeutung der EU-Forschungsrahmenprogramme für die Schweiz weiterhin hoch bleibt. Diese sind nach dem Schweizerischen Nationalfonds zur zweitwichtigsten öffentlichen Förderquelle für Schweizer Forschende in der Schweiz geworden, und zur wichtigsten für Schweizer Unternehmen. Umgekehrt profitieren die europäischen Partner von der Exzellenz der Schweizer Hochschulen und Forschungsinfrastrukturen.

Die gesetzliche Grundlage und die konkrete Ausgestaltung des nächsten Forschungsrahmenprogrammes «Horizon Europe» (2021-2027) befindet sich zurzeit in Erarbeitung durch die zuständigen Institutionen seitens der EU. Da die genauen Teilnahmebedingungen für assoziierte Staaten wie die Schweiz noch nicht bekannt sind, stand der Fokus des Treffens auf den thematischen Aspekten der nächsten Generation der EU-Programme im Bereich Forschung und Innovation.

Am Rande des Treffens stand ein Besuch am nationalen Hochleistungsrechenzentrum (Centro Svizzero di Calcolo Scientifico, CSCS) in Lugano auf dem Programm. Das CSCS ist in zahlreiche internationale Forschungsprojekte involviert. Die Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission anerkannten die grosse Bedeutung dieser Schweizer Forschungsinfrastruktur für den Forschungs- und Innovationsraum Europa.

Der Gemischte Ausschuss Forschung und Innovation trifft sich einmal pro Jahr, um die Umsetzung des bestehenden Abkommens in diesem Bereich zwischen der Schweiz und der EU zu erörtern. Das Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Schweiz und der EU-Kommission zusammen. Das Treffen wurde gemeinsam geleitet von Philipp Langer, Leiter EU-Rahmenprogramme (Stufe Deputy Director-General) im Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), und Signe Ratso, stellvertretende Generaldirektorin in der Generaldirektion für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission. Von Schweizer Seite nahmen neben dem SBFI auch Vertreterinnen und Vertreter der Direktion für Europäische Angelegenheiten, der eidgenössischen Finanzverwaltung und der Schweizer Mission in Brüssel teil.

Die EU-Forschungsrahmenprogramme sind das Hauptinstrument der EU zur finanziellen Förderung von Forschung und Innovation sowie zur Umsetzung von europaweiten Strategien wie des Europäischen Forschungs- und Innovationsraums. Die Schweiz ist seit 2004 durch das Forschungsabkommen im Rahmen der Bilateralen I und zwei Folgeabkommen an die EU-Forschungsrahmenprogramme assoziiert. Dadurch können Forschende von Schweizer Hochschulen, Unternehmen und anderen Institutionen gleichberechtigt wie Forschende aus der EU an den Projektausschreibungen teilnehmen.


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