«Swiss National COVID-19 Science Task Force»: Angepasstes Mandat und neue Leitung

Bern, 20.07.2020 - Der Bund will sich auch in der «Besonderen Lage» nach Epidemiengesetz auf die unabhängige wissenschaftliche Expertise aus der Hochschul- und Forschungslandschaft abstützen. Aus diesem Grund haben das das Generalsekretariat des EDI und das Bundesamt für Gesundheit die in der «Ausserordentlichen Lage» ins Leben gerufene «Swiss National COVID-19 Science Task Force» (SN-STF) mit einem angepassten Mandat ausgestattet. Die Task Force wird per 1.8.2020 neu von Prof. Martin Ackermann, Experte für Mikrobiologie an der ETH Zürich und Eawag, geleitet. Ihr bisheriger Leiter, Prof. Matthias Egger ist weiterhin als Experte der SN-STF tätig, konzentriert sich aber wieder auf seine Aufgaben als Präsident des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds und als Professor für Epidemiologie an der Universität Bern.

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie hatten der Krisenstab des Bundesrates zur Bewältigung der Corona-Krise (KSBC), das Bundesamt für Gesundheit und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation Ende März 2020 die «Swiss National COVID-19 Science Task Force» (SN-STF) als wissenschaftliches Beratungsgremium mandatiert. Nach Beendigung der «Ausserordentlichen Lage» und Auflösung des KSBC fehlt für das Weiterbestehen der SN-STF die ursprüngliche behördliche Basis.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) führt die nach Epidemiengesetz festgelegten Aufgaben unter der «Besonderen Lage» weiter. Dazu zählt unter anderem die interdepartementale Abstimmung sowie die Abstützung auf wissenschaftliche Expertise. Entsprechend statten EDI und BAG die «Swiss National COVID-19 Science Task Force» mit einem angepassten Rahmenmandat aus. Dieses verfolgt das übergeordnete Ziel, die unabhängige wissenschaftlichen Beratung seitens des unter der SN-STF aktivierten Expertensystems zu sichern.

Die SN-STF wird ab 1. August 2020 neu von Prof. Martin Ackermann präsidiert. Martin Ackermann ist Experte für Mikrobiologie an der ETH Zürich und der Eawag. Er war bisher Vice-chair des Beratungsgremiums, das die Arbeiten der Task Force koordiniert. Der Task Force sollen auch weiterhin ausgewiesene Expertinnen und Experten der schweizerischen Hochschul- und Forschungslandschaft aus den relevanten Fachgebieten angehören.

Der Bundesrat verdankt die bisherigen Leistungen der «Swiss National COVID-19 Science Task Force» und insbesondere diejenigen ihres scheidenden Leiters, Prof. Matthias Egger. Matthias Egger bleibt der Task Force als Experte erhalten, will sich künftig aber wieder auf seine Aufgaben als Präsident des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds und als Professor an der Universität Bern konzentrieren. Unter seiner Führung hat die aus über 60 Expertinnen und Experten bestehende Task Force in den vergangenen drei Monaten in der Form von gut 40 «Policy briefs» Fragen seitens der Behörden aus wissenschaftlicher Sicht beantwortet. Mit ihrem freiwilligen und unentgeltlichen Engagement hat sie die Entscheidungsfindung des bundesrätlichen Krisenstabs im Kontext von COVID-19 massgeblich unterstützt.

Basierend auf ihrem neuen Mandat wird die Task Force auch weiterhin wissenschaftliche Grundlagen zur Verfügung stellen, damit die COVID-19 Situation in der Schweiz kontrolliert und gelöst werden kann.


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