ETH-Bereich weiter auf Erfolgskurs

Bern, 19.03.2021 - Der Bundesrat hat am 19. März 2021 die Berichte über die Erreichung der strategischen Ziele für den ETH-Bereich im Jahr 2020 gutgeheissen und den Geschäftsbericht des ETH-Rats genehmigt. Das hervorragende wissenschaftliche Niveau der Institutionen des ETH-Bereichs wurde im vergangenen Jahr erneut bestätigt. Deren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben auch entscheidende Beiträge zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie geleistet.

Auch im Jahr 2020 erfüllte der ETH-Bereich in den Kerngebieten Lehre, Forschung sowie Wissens- und Technologietransfer die strategischen Ziele, die für die Strategieperiode 2017-2020 gesetzt wurden. Der Trend zunehmender Studierendenzahlen an der ETH Zürich und EPFL setzte sich fort: Die beiden Bundeshochschulen wiesen 2020 über 35 200 Studierende und Doktorierende aus, das ist ein Wachstum von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie zuvor wuchs der Bereich Informatik und Kommunikationstechnologie am stärksten.

International vergleichende Rankings belegen immer wieder die hervorragende Forschung des ETH-Bereichs. Zudem haben Forschende dieser Institutionen im Berichtsjahr zahlreiche wichtige Auszeichnungen gewonnen, etwa die Schweizer Wissenschaftspreise Marcel Benoist und Latsis. Ausserdem konnten 40 meist hochdotierte Stipendien des europäischen Forschungsrats (ERC-Grants), die international mit grosser wissenschaftlicher Anerkennung verbunden sind, eingeworben werden.

Im Berichtsjahr haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ETH-Bereichs essenzielle Beiträge zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie geleistet. Die Institutionen des ETH-Bereichs tragen auch substanziell zur Stärkung des Forschungsplatzes Schweiz bei, etwa mit dem Betrieb kostenintensiver Forschungsinfrastrukturen (namentlich am Paul Scherrer Institut), der langfristigen Verankerung der Energieforschung an den Institutionen oder durch verschiedene Initiativen im Bereich der Digitalisierung.

Die Institutionen des ETH-Bereichs sind dank zahlreicher Kooperationen mit anderen Schweizer Hochschulen gut in die nationale Hochschullandschaft eingebettet. Die beiden Bundeshochschulen haben auch 2020 ihre Kooperationen mit medizinischen Fakultäten und Universitätsspitälern weiter intensiviert, insbesondere durch gemeinsame Projekte. Darüber hinaus sind die Institutionen des ETH-Bereichs zentrale Akteure des Wissens- und Technologietransfers und tragen entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Schweiz bei. 2020 erzielte der ETH-Bereich mit 66 gegründeten Spin-offs zum dritten Mal in Folge einen neuen Rekord. Zudem wurden gut 600 neue Zusammenarbeitsverträge mit der Privatwirtschaft abgeschlossen. Auch setzten sich die Institutionen des ETH-Bereichs weiterhin dafür ein, Schülerinnen und Schüler für MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern. Sie wirkten auch bei der Ausbildung von Lehrpersonen mit, insbesondere in der Informatik.

Die Institutionen des ETH-Bereichs gelten weiterhin als attraktive Arbeitsstätten. Der Bundesrat bemängelte allerdings, dass die bisher getroffenen Massnahmen zum Schutz vor Mobbing und sexueller Belästigung sowie Diskriminierung noch zu wenig Wirkung gezeigt haben. Das gleiche gilt aus Sicht des Bundesrats für die Bestrebungen, den Frauenanteil zu erhöhen. Die verschiedenen Massnahmen sollen nun gezielt angepasst werden.

Der ETH-Bereich umfasst die Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich (ETH Zürich) und in Lausanne (EPFL) sowie die vier Forschungsanstalten Paul Scherrer Institut (PSI), Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Eidgenössische Forschungsanstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag). Der ETH-Rat ist das Strategie- und Aufsichtsorgan des Bereichs. Der Bundesrat führt den ETH-Bereich gemäss den Grundsätzen zur Steuerung verselbständigter Einheiten des Bundes seit 2017 über strategische Ziele und erstattet der Bundesversammlung jährlich Bericht über deren Erreichung.

Der Bund ist die wichtigste Finanzierungsquelle des ETH-Bereichs. Direkt oder indirekt deckte die Trägerfinanzierung in der Ende 2020 abgelaufenen Strategieperiode rund 90 Prozent der Einnahmen des ETH-Bereichs.


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