Staatssekretärin Martina Hirayama an der 3. Arctic Science Ministerial

Bern, 10.05.2021 - Staatssekretärin Martina Hirayama hat virtuell an der dritten Arktikwissenschaftsministerkonferenz (Arctic Science Ministerial, ASM3) vom 8./9. Mai teilgenommen. Am ASM3 kamen Wissenschaftsministerinnen und -minister sowie Vertretende von Organisationen indigener Bevölkerungsgruppen der Arktis zusammen, um die internationale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung für ein besseres Verständnis des arktischen Raums zu stärken und die Rolle der Wissenschaft in der Politik und der Entscheidungsfindung bezüglich der Arktis zu unterstützen. Staatssekretärin Hirayama betonte die grosse Bedeutung der Forschung zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels in den gefährdeten Polargebieten. Zudem wies sie auf den dringenden Bedarf an internationaler Zusammenarbeit in diesem Bereich hin.

Die am ASM3 unterzeichnete gemeinsame Erklärung skizziert Kooperationsmassnahmen zur Unterstützung der künftigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Dazu gehören die Einrichtung von Beobachtungsnetzen, der Datenaustausch, die Förderung des Verständnisses für die ökologischen und gesellschaftlichen Systeme der Arktis sowie die Befähigung der nächsten Generation durch den Aufbau von Kapazitäten.

In ihrer Stellungnahme unterstrich Staatssekretärin Hirayama die Notwendigkeit, die gefährdeten polaren und alpinen Regionen im dringlichen Kontext der Klimaerwärmung zu verstehen. Sie nutzte ausserdem die Gelegenheit, Prof. Konrad Steffen zu gedenken, eines Schweizer Pioniers und Visionärs in Sachen Klimawandel und Polarwissenschaften, der im August 2020 im «Swiss Camp», einem Forschungslager auf dem grönländischen Eisschild, bei einem tragischen Unfall ums Leben kam.

Das Arctic Science Ministerial ist bestrebt, auf internationaler Ebene offene und transparente Diskussionen über die notwendigen Massnahmen für eine koordinierte und inklusive Arktisbeobachtung und -forschung anzuregen. Das Hauptthema dieser dritten Ausgabe, die von Japan und Island gemeinsam organisiert wurde, lautete «Knowledge for a Sustainable Arctic» (Wissen für eine nachhaltige Arktis). Dabei lag der Fokus auf der Bildungsarbeit und dem Kapazitätsaufbau für künftige Generationen, mit besonderem Augenmerk auf den wissenschaftlichen und ortsbezogenen Kenntnissen in- und ausserhalb der arktischen Länder.

Das grosse Engagement der Schweiz für die Polarregionen ist auf die Schweizer Landschaft zurückzuführen, die ‒ ebenso wie die Polarregionen ‒ von Eiszeiten geformt wurde und aus Gebirgsketten mit schmelzenden Gletschern besteht. Schweizer Forschende leisteten in den vergangenen 100 Jahren einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung und zum Verständnis der polaren und alpinen Regionen. Sie befassten sich dabei mit Ökosystemen sowohl in hohen Lagen als auch in hohen Breiten, um die Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels zu messen. Dieses Engagement ist Teil der anhaltenden Bemühungen der Schweiz, wissenschaftliche Kenntnisse voranzutreiben und die ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen der Veränderungen in der Arktis zu begrenzen.


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