Digitalisierung im BFI-Bereich

Bildung, Forschung und Innovation spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Anwendung von neuen Technologien. © Oliver Oettli
Bildung, Forschung und Innovation spielen eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Anwendung von neuen Technologien. © Oliver Oettli

Der Bundesrat hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Schweiz die Chancen der Digitalisierung optimal nutzt. Die Strategie «Digitale Schweiz» gibt die Leitlinien für das staatliche Handeln vor, um die notwendigen Transformationsprozesse zum Nutzen des Gemeinwesens zu gestalten. Dem Bereich Bildung, Forschung und Innovation (BFI) kommt darin eine grosse Bedeutung zu. Deswegen ist Digitalisierung ein wichtiges Anliegen in der BFI-Botschaft 2025–2028 (Entwurf) (PDF, 5 MB, 08.03.2024).

Bildung, Forschung und Innovation spielen einerseits eine zentrale Rolle bei der Entwicklung, Anwendung und Nutzbarmachung von neuen Technologien. Gleichzeitig sind die Kompetenzen in Bildung und Forschung ein Hebel für die Bewältigung der mit den Veränderungen einhergehenden Herausforderungen. Diese Kompetenzen sind notwendig, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, aber auch die Risiken kritisch zu hinterfragen und entsprechend verantwortungsbewusst zu handeln.

Die Schweiz präsentiert sich im Hinblick auf den digitalen Wandel in einer guten Ausgangslage. Besonders das durchlässige Bildungssystem eignet sich optimal, um die Menschen auf eine erfolgreiche Bewältigung des Strukturwandels vorzubereiten. Dieses leistet so einen Beitrag für eine hohe Produktivität und Innovationskraft der Wirtschaft. Angesichts der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung haben sich auch der hohe Grad an Autonomie der BFI-Akteure sowie das flexible und thematisch offene Förder- und Steuerungsinstrumentarium bewährt. Aufgrund der durchdringenden und raschen Entwicklung bleibt die digitale Transformation für das BFI-System der Schweiz jedoch weiterhin eine zentrale Herausforderung.

Die vom Bund unterstützten Akteure sehen für die BFI-Förderperiode 2025-2028 unter anderem folgende Schwerpunkte vor:

  • In der Berufsbildung wird der Digitalisierung bei der periodischen Überprüfung der Bildungsinhalte wie auch bei der Entwicklung neuer Bildungsangebote Rechnung getragen. An der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung (EHB) stehen in diesen vier Jahren unter anderem die strategischen Themenfelder «Wandel und Innovation in der Berufsbildung» sowie «Digitale Transformation» im Zentrum.
  • Die Grundkompetenzen in Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) werden weiterhin über die kantonalen Programme zum Erwerb und Erhalt von Grundkompetenzen Erwachsener sowie über den Förderschwerpunkt «Einfach besser!...am Arbeitsplatz» gefördert.
  • In der Lehre an den Hochschulen gilt es, mit neuen Technologien, unter anderem mit neuen Lern- und Lehrformen, zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen des technologischen Wandels beizutragen. Die Schweizerische Hochschulkonferenz (SHK) fördert mit den projektgebundenen Beiträgen weiterhin Projekte zugunsten der Digitalisierung an allen Hochschultypen.
  • Für die Forschung sind die «Nationale Schweizer Strategie für Open Research Data» und der dazugehörige Aktionsplan zentral: Der öffentliche Zugang zu Forschungsdaten (Open Research Data) spielt in vielen Forschungsbereichen eine immer wichtigere Rolle und ist ein Grundelement der guten wissenschaftlichen Praxis. Gemäss den FAIR-Prinzipien entstehen Daten von hoher Qualität, die auffindbar, reproduzierbar und wiederverwendbar sind und deren Potenzial effektiv genutzt werden kann.
  • Innosuisse fördert digitale Innovationen im Rahmen der Projektförderung sowie mit thematischen Programmen, etwa der «Flagship Initiative», welche systemische, interdisziplinäre Projekte unter anderem im Bereich der Digitalisierung fördert.
  • In der Raumfahrt beteiligt sich die Schweiz im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) an der Entwicklung von Weltrauminfrastrukturen u.a. in der Telekommunikation und Quantenkommunikation, die in Zukunft einen Beitrag zu einer sichereren globalen Dateninfrastruktur leisten werden.

Kontakt

SBFI, Barbara Montereale
Leiterin
Ressort Bildungsraum Schweiz
+41 58 466 79 34 

SBFI, Christian Busch
Stellvertretender Leiter
Ressort Innovation
+41 58 466 79 33 

SBFI, Suzanne Monnier
Wissenschaftliche Beraterin
Ressort Hochschulpolitik
+41 58 464 90 20

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