Berufsbildungsfinanzierung

Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt tragen zur Finanzierung der Berufsbildung bei. Die höhere Berufsbildung und die berufsorientierte Weiterbildung liegen hauptsächlich in der Verantwortung der Unternehmen und der Einzelnen und werden zu einem wesentlichen Teil von ihnen getragen. Ab 2018 wird sich der Bund stärker in der Finanzierung der höheren Berufsbildung engagieren.

Die Kosten der öffentlichen Hand für die Berufsbildung betrugen in den vergangenen Jahren rund 3,5 Milliarden Franken pro Jahr. Die Kantone, die für den Vollzug in der Berufsbildung zuständig sind, kommen für drei Viertel der Kosten auf. Der Anteil des Bundes liegt bei einem Viertel der Kosten der öffentlichen Hand. Bis zu zehn Prozent der Bundesmittel sind für die Förderung von Entwicklungsprojekten und besondere Leistungen im öffentlichen Interesse vorgesehen.

Die  Kosten der Kantone für den Vollzug der Berufsbildung bilden den überwiegenden Teil der Kosten der öffentlichen Hand. Die Kosten der Kantone werden mit einer Vollkostenrechnung erfasst. Die Vollkostenrechnung vermittelt einen Eindruck, für welche Bereiche der Berufsbildung die Kantone die Mittel für den Vollzug einsetzen. Knapp drei Viertel der Mittel verwenden die Kantone für die Berufsfachschulen.

Kosten der Kantone für die Berufsbildung 20151

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Mit ihren Angeboten tragen Berufsverbände und Branchenorganisationen zur Finanzierung bei: Sie leisten Grundlagenarbeiten, führen eigene Bildungsinstitutionen und betreiben Berufswerbung. Durch das Angebot von Lehrstellen leisten auch die einzelnen Betriebe ihren Beitrag zur Finanzierung der Berufsbildung.

Dokumentation


1 Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (2016), Kostenerhebung der kantonalen Berufsbildung. Rechnungsjahr 2015.

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/bildung/berufsbildungssteuerung-und--politik/berufsbildungsfinanzierung.html