Individuelle und kontextuelle Bedingungen der Berufsfindung und des Eintritts in die berufliche Grundbildung (WiSel II)

Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Zentrum Lernen und Sozialisation

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Neuenschwander

Laufzeit: 01.11.2015 - 31.5.2019

Jugendliche setzen sich in Wechselwirkung mit den Bezugspersonen im Verlauf der Sekundarstufe I mit der anstehenden Berufswahl auseinander. Inwieweit die Wahl eines Lehrberufs passend ist, erweist sich allerdings erst nach dem Übergang in eine berufliche Grundbildung. Den primären theoretischen Ausgangspunkt bildet dabei das sozial-kognitive Laufbahnmodell von Lent, Brown und Hackett (1994), in welchem die kontextuellen Faktoren mit Blick auf den Gegenstand und die Bedingungen des Schweizer Bildungssystems spezifiziert wurden. Vorliegende Studie untersucht individuelle und kontextuelle Bedingungen der Berufsfindung und des Eintritts in die berufliche Grundbildung.

Die Studie setzt das SNF-Projekt „Wirkungen der Selektion (WiSel I)“ längsschnittlich um zwei Messzeitpunkte fort (N=2'323 Jugendliche). Dazu wurden im 9. Schuljahr mit standardisierten Fragebögen Aspekte von Handlungen und Einstellungen im Berufsfindungsprozess sowie damit zusammenhängende Kontextfaktoren erfasst. Im Frühjahr 2017 werden die erlebte betriebliche Einführung sowie die Bewährung der Berufswahl mittels einer Kombination von Fragebögen und CATI erhoben.

Das Projekt ermöglicht die Weiterentwicklung von theoretischen Modellen der Berufsfindung und des Eintritts in die berufliche Grundbildung. In praktischer Hinsicht liefert das Projekt voraussichtlich für Schulen und Berufsberatung, aber auch für die Steuerung der Berufsbildung und die Lehrbetriebe hilfreiche Grundlagen.

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