Kontinuität und Wandel: Determinanten der beruflichen und persönlichen Entwicklung im Jugendalter bis ins mittlere Erwachsenenalter

Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH) & Universität Basel

Projektleitung: Prof. Dr. Kurt Häfeli (Leitung),
Dr. Claudia Schellenberg (Ko-Leitung); Prof. Dr. Alexander Grob (Ko-Leitung)

Laufzeit: 01.05.2014 - 30.04.2017

Die Zürcher Längsschnittstudie „Von der Schulzeit bis zum mittleren Erwachsenenalter" (ZLSE) wird um eine weitere Erhebung ergänzt. Bei der ZLSE handelt es sich um eine Längsschnittstudie mit einer für die Deutschschweiz repräsentativen Stichprobe (Jahrgang 1963), die bisher zehn Erhebungen vom 15. bis zum 49. Lebensjahr umfasst. Bei der zehnten Befragung im Frühling 2012 konnten 485 Personen (Rücklaufquote 76%) erreicht werden. In der elften Erhebung wird nun der Schwerpunkt auf das Zusammenspiel von Persönlichkeit und Berufstätigkeit, Work-Life-Balance sowie Gesundheit gelegt. Geplant ist eine Wiederholungsmessung zentraler Aspekte der Persönlichkeit und eine detailliertere Erfassung familiärer Aspekte (was machen Partner/-innen und Kinder); alles Faktoren, welche mit der beruflichen Entwicklung eng verknüpft sind. Die gegenseitige Beeinflussung (Wechselwirkungen) und Passung von Person und Berufstätigkeit können so untersucht und berufliche Laufbahnen besser erklärt werden. Wo steht z. B. eine Person im mittleren Erwachsenenalter, welche in der Jugendzeit als optimistisch und gewissenhaft beschrieben worden ist? Gemachte Erfahrungen am Arbeitsplatz können Aspekte der Persönlichkeit verändern, sei es im Bereich von Leistung, Interessen, Arbeitsmotivation oder Persönlichkeit im engeren Sinne („Big Five").

Durch eine erneute Erweiterung der Stichprobe (Vollerhebung beim Erhebungszeitpunkt B5, damals 18jährig), können insbesondere auch Fragen betreffend Laufbahnmustern und Berufsverläufen bestimmter Berufs- und Personengruppen genauer analysiert werden; dies über die psychologisch interessante Schwelle eines Lebensjahrzehntes, über das 50. Lebensjahr hinaus. Es kann vermutet werden, dass sich einzelne Berufsfelder (z.B. Dienstleistung vs. Technik) und Personengruppen (z.B. Menschen mit einer Beeinträchtigung) in Bezug auf Laufbahnverläufe deutlich unterscheiden. Mit dem geplanten Projekt kann anhand der Kohorte des Jahrgangs 1963 überprüft werden, wieweit das duale Berufsbildungssystem der 1980er Jahre eine tragfähige Grundlage bildet für die weitere berufliche Entwicklung bis über das 50. Lebensjahr hinaus oder wo allenfalls seine Grenzen sind. Damit ergeben sich nicht nur Schlüsse für das Weiterbildungs- und Arbeitsmarkverhalten der mittleren Generation, sondern auch für das in der Zwischenzeit weiterentwickelte Berufsbildungssystem und die Berufsbildungspolitik.

10.04.2015

Projekt auf der Homepage der HfH

Kontinuität und Wandel: Determinanten der beruflichen und persönlichen Entwicklung vom Jugendalter bis ins mittlere Erwachsenenalter

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/bildung/berufsbildungssteuerung-und--politik/berufsbildungsforschung/einzelprojekte/themenbereich-nahtstellen-i-und-ii/kontinuitaet-und-wandel--ii---zusammenspiel-von-persoenlichkeit-.html