Bildungsmonitoring Schweiz

Bildungsmonitoring ist die systematische und auf Dauer angelegte Beschaffung und Aufbereitung von Informationen über ein Bildungssystem und dessen Umfeld. Gemäss Art. 61a der Bundesverfassung sorgen Bund und Kantone gemeinsam im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für eine hohe Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraumes Schweiz.



Wer ist beteiligt

Als ein Instrument zur Erfüllung dieses Auftrags stellt das Bildungsmonitoring sicher, dass die politischen Behörden und die verantwortlichen Institutionen von Bund und Kantonen bei der Steuerung des schweizerischen Bildungssystems immer auf aktuelle Daten und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zurückgreifen können. Es ist damit ein Beitrag zu einer forschungs- und datengestützten Bildungspolitik. Das Generalsekretariat der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) als vollziehendes Staatssekretariat steuern es gemeinsam mit dem Bundesamt für Statistik (BFS).

Bildungsbericht Schweiz 2014

Ein wichtiges Produkt des Bildungsmonitorings ist der alle vier Jahre erscheinende nationale Bildungsbericht Schweiz. Der 2014 veröffentlichte zweite Bildungsbericht Schweiz synthetisiert – wie bereits der erste Bericht im Jahr 2010 – Wissen aus Forschung, Statistik und Verwaltung über das ganze Bildungssystem hinweg, von der Vorschule bis hin zur Weiterbildung. Er informiert über relevante Kontextbedingungen und institutionelle Merkmale jeder Bildungsstufe und beurteilt die Leistungen des Bildungswesens anhand der drei Kriterien Effektivität, Effizienz und Equity.

Die ersten beiden Dimensionen geben an, inwieweit die Bildungsziele einer Stufe überhaupt erreicht werden („Effektivität“) und ob die eingesetzten Mittel sinnvoll verwendet werden („Effizienz“). Die dritte Dimension („Equity“) analysiert, ob alle Lernenden, unabhängig von ihrer Herkunft, die gleichen Erfolgschancen im Bildungswesen haben. Daneben gibt der Bericht einen ersten Zwischenstand über die Erreichung der im Jahr 2011 vereinbarten langfristig gesetzten bildungspolitischen Ziele von Bund und Kantonen. Schliesslich zeigt der Bericht aber auch Lücken in Datenlage und Forschungsstand auf. Die schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung SKBF zeichnet sich wie bereits 2010 für die Erstellung des Bildungsberichts Schweiz 2014 verantwortlich. Der nächste Bildungsbericht erscheint 2018.

Prozess des Bildungsmonitoring

An die Publikation des Bildungsberichts schliesst sich im Rahmen des Bildungsmonitoringprozesses eine Auswertungsphase an, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren des schweizerischen Bildungssystems erfolgt. Die Frage nach der Erreichung der gemeinsamen bildungspolitischen Ziele ist einer der Schwerpunkte der Auswertungsphase. Gleichzeitig resultieren aus der Auswertung Folgerungen für die Verbesserung des Wissens und der Daten über das Bildungssystem Schweiz.

Weiterführende Informationen

Kontakt

SBFI, Jacqueline Wuerth

Projektverantwortliche
Bildungssteuerung und -forschung

T +41 58 463 26 06

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