Prozesse und Termine

Das SBFI hat gemeinsam mit der Tripartiten Berufsbildungskonferenz (TBBK) und den beteiligten Akteuren – Höhere Fachschulen (HF), OdA, Kantone, Hochschulen – mögliche Massnahmen diskutiert und geschärft. Daraus ist ein Paket mit systemkonformen Massnahmen hervorgegangen. Am Spitzentreffen der Berufsbildung 2023 wurde das weitere Vorgehen zur Umsetzung der Massnahmen gutgeheissen. Diese erfolgt ab 2024 entlang der gesetzlichen und politischen Zuständigkeiten.

Vorgehen 2020-2022

In den Jahren 2020 und 2021 wurden die Grundlagen für die verbundpartnerschaftliche Diskussion geschaffen (econcept-Studie, Zwischenbericht SBFI). 2022 wurden im Rahmen von drei Arbeitstagungen die Grundsatzfragen geklärt, Themenfelder vertieft und Massnahmen entwickelt. Die Resultate der Arbeitstagungen und die Schlussfolgerungen zu den Massnahmen wurden in einem Arbeitsbericht festgehalten und vom Spitzentreffen der Berufsbildung verabschiedet.

Vorgehen 2023

Im Auftrag von Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidg. Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF, hat das SBFI die Massnahmen im ersten Halbjahr 2023 auf Basis der Entscheide des Spitzentreffens konkretisiert und Umsetzungsvorschläge für die gesetzliche Verankerung eines Bezeichnungsschutzes sowie für die Einführung von Titelzusätzen erarbeitet. Die Arbeiten zu den weiteren Massnahmen wurden ebenfalls weiterverfolgt bzw. an die zuständigen Stellen übergeben.

Die Projektarbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit der Tripartiten Berufsbildungskonferenz (TBBK). Der Einbezug der weiteren Akteure ist ebenfalls sichergestellt: Namentlich durch das neu geschaffene Dialogforum «Höhere Fachschulen», welches am 5. April 2023 zum ersten Mal durchgeführt wurde. Bis im Mai 2023 lief eine Konsultation zur Umsetzung der Massnahmen bei den betroffenen Akteuren. Am Spitzentreffen der Berufsbildung im November 2023 wurden das vom WBF/SBFI beantragte weitere Vorgehen zur Umsetzung der Massnahmen gutgeheissen und die Weichen für die politische Entscheidfindung gestellt.

Vorgehen 2024

Ab 2024 erfolgt die Umsetzung der Massnahmen entlang der gesetzlichen und politischen Zuständigkeiten. Für die Einführung des Bezeichnungsschutzes und der Titelzusätze ist eine Anpassung des Berufsbildungsgesetzes (BBG) erforderlich. Dieser Prozess erfolgt verbundpartnerschaftlich und in Abstimmung mit der TBBK. Entsprechend wird in einem nächsten Schritt eine Gesetzesvorlage ausgearbeitet, die spätestens im dritten Quartal 2024 in die Vernehmlassung geschickt werden soll. Die Vernehmlassung ermöglicht die Stellungnahme aller betroffenen Akteure zu den Massnahmen. Unter Berücksichtigung des voraussichtlich anschliessenden parlamentarischen Beratungsprozesses erfolgt die Verabschiedung der Massnahmen und die Anpassung des Berufsbildungsgesetzes frühestens Ende 2025. Am Spitzentreffen 2024 wird über den Stand der Umsetzung informiert.

 

Projektorganisation

Die Akteure aus den Bereichen Berufsbildung und Hochschulen können sich aktiv in den Prozess einbringen. Mit diesem Vorgehen wird sichergestellt, dass die unterschiedlichen Interessen – etwa seitens des Arbeitsmarkts oder der Bildungsanbieter – berücksichtigt werden.

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Projektorganisation Positionierung HF

Rollen und Zuständigkeiten

  • WBF: Auftraggeber des Projekts ist der Departementsvorsteher WBF, Bundesrat Guy Parmelin.
  • SBFI: Das SBFI leitet das Projekt als Auftragnehmerin.
  • TBBK: Die TBBK steuert die Berufsbildung auf strategischer Ebene. In der TBBK sind Bund, Kantone und OdA vertreten. Sie trägt zum politischen Rückhalt des Projekts bei.
  • Gremien: Die Ergebnisse werden mit den relevanten Gremien der Berufsbildung sowie mit der TBBK abgestimmt. Konsultiert werden zudem die Gremien der Hochschulen (z. B. swissuniversities).
  • Sounding-Board HF: Die HF-Akteure sind in einem Sounding-Board organisiert. Diesem gehören Vertreterinnen und Vertreter der OdA, der HF-Konferenzen, der Kantone und der Absolvierenden an.
  • Projektmitarbeit: Je nach Fragestellung arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der Akteure in Projekt- und Begleitgruppen mit. 
  • Expertengruppe: Das SBFI wird von einer Expertengruppe begleitet. Diese setzt sich aus Expertinnen und Experten verschiedener Bereiche zusammen. Sie gewährleisten eine neutrale und systemische Sicht auf die zu bearbeitenden Themen.
Termine  
November 2024

Information am Nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung zum Stand der Umsetzung der Massnahmen

Ab 2024

Umsetzung der Massnahmen: Ausarbeitung einer Gesetzesvorlage für die Einführung eines Bezeichnungsschutzes und Titelzusätze und Eröffnung der Vernehmlassung bis spätestens im dritten Quartal 2024.

20.11.2023 Verabschiedung des Berichts zum weiteren Vorgehen zur Umsetzung der Massnahmen am Nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung 
Sommer 2023

Entscheid über das weitere Vorgehen zur Umsetzung der Massnahmen (WBF/SBFI). 

06.04. - 24.05.23  Konsultation zur Umsetzung der Massnahmen bei den betroffenen Akteuren 
05.04.23 Dialogforum «Höhere Fachschulen»
Diskussion der Umsetzung der Massnahmen mit ausgewählten Akteuren der Berufsbildung sowie der Hochschulen
Ab 2023 Das SBFI konkretisiert die Massnahmen und die mögliche Umsetzung in Abstimmung mit der TBBK und bereitet sie für die politische Entscheidfindung auf.
2022 Mit den beteiligten Akteuren werden drei Arbeitstagungen durchgeführt (März, Mai, August).
  In einem Arbeitsbericht wurden die Resultate aus den Arbeitstagungen sowie weiterzuverfolgende Massnahmen festgehalten. Der Arbeitsbericht wurde vom Spitzentreffen der Berufsbildung im November 2022 verabschiedet.
2021 Das SBFI lanciert im Auftrag von Bundesrat Guy Parmelin ein Folgeprojekt zur Vertiefung des Schlussberichts.
  Der daraus resultierende Zwischenbericht «Positionierung Höhere Fachschulen» liegt vor.
2020 Der Schlussbericht «Auslegeordnung Positionierung der Höheren Fachschulen» von econcept wird publiziert.
2019 Das SBFI gibt bei econcept die Studie «Auslegeordnung Positionierung der Höheren Fachschulen» in Auftrag.

2018

Die Motionen 18.3392 und 18.3240 fordern eine bessere Positionierung der Höheren Fachschulen.

 

Der Bundesrat nimmt die Motion 18.3392 an.

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/bildung/bwb/hbb/allgemeine-informationen-hf/position-hf/prozesse-termine.html