Positionierung der höheren Fachschulen

Das Projekt «Positionierung HF» sieht eine ganzheitliche Überprüfung der aktuellen nationalen und internationalen Positionierung der höheren Fachschulen HF sowie der Bildungsgänge vor. Ziel ist es, die höheren Fachschulen besser zu positionieren und dabei das spezifische Qualitätsmerkmal der Arbeitsmarktorientierung zu erhalten und weiter zu stärken.

Mit den Motionen 18.3392 der nationalrätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur WBK-N sowie 18.3240 von Ständerätin Fetz wurde im Jahr 2018 eine bessere Positionierung der höheren Fachschulen gefordert. Der Bundesrat hat die Annahme der Motion 18.3392 der WBK-N beantragt und lässt das System der höheren Fachschulen hinsichtlich ihrer nationalen und internationalen Positionierung ganzheitlich prüfen.

Projektstand  und weiteres Vorgehen

Basis für die Prüfung bildet eine von econcept AG erarbeitete Studie, die im Rahmen der Initiative «Berufsbildung 2030» in Auftrag gegeben wurde. Ein entsprechender Schlussbericht wurde im Sommer 2020 publiziert. Der Bericht gibt eine fundierte und breit abgestützte Übersicht über den Stand der Positionierung sowie über drängende Handlungsfelder und Herausforderungen im HF-System.

Ausgehend von den Studienergebnissen hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI im Februar 2021 im Auftrag von Bundespräsident Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF; ein Folgeprojekt lanciert.

Das Projekt «Positionierung HF» ist in vier Teilprojekte gegliedert:

  1. Einbettung und Schnittstellen der HF-Abschlüsse im Bildungssystem (mit Fokus auf die Profilierung innerhalb der Tertiärstufe)
  2. Strukturelle Merkmale der HF-Landschaft (mit Fokus auf die Anbieterstruktur, Finanzierung und Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen)
  3. Nationale Bekanntheit und Ansehen der HF-Abschlüsse sowie der Institutionen
  4. Internationale Bekanntheit und Ansehen der HF-Abschlüsse sowie der Institutionen

Zur Bearbeitung der vier Teilprojekte wurden Leitfragen definiert. Die Konkretisierung und Validierung der Teilprojekte und der Leitfragen erfolgen im Laufe des Jahres 2021.

Im Rahmen der Arbeiten werden sowohl kurzfristig umsetzbare Massnahmen geprüft als auch solche, die einen systemischen und übergeordneten Charakter aufweisen und entsprechend einen längeren Zeithorizont für die Umsetzung bedürfen. Ein Bericht zum Projektstand sowie die Terminplanung für nachfolgende Meilensteine ist für Ende 2021 vorgesehen.

Projektorganisation und Einbezug externe Akteure

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Auftraggeber des Projekts ist der Departementsvorsteher WBF, Bundespräsident Guy Parmelin. Das SBFI führt den Auftrag aus und leitet das Projekt.

Dabei lässt es das Projekt von einer Expertengruppe begleiten. Die Mitglieder stammen aus verschiedenen Bereichen (Bildung, Recht, Wirtschaft, Politik und Verwaltung) und bringen langjährige berufliche Erfahrung mit.

Ein grosses Augenmerk wird auch auf den Einbezug der betroffenen Akteure aus dem Bereich der Berufsbildung sowie der Hochschullandschaft gelegt.

Der Einbezug der Akteure der höheren Fachschulen erfolgt in erster Linie durch ein sogenanntes Sounding Board. Weitere Gefässe für einen zielgruppenspezifischen Einbezug in die Arbeiten sind je nach Fragestellung ebenfalls möglich.

Zentrale Ergebnisse werden den relevanten Gremien der Berufsbildung und der Hochschulen zur Stellungnahme vorgelegt.

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/bildung/hbb/hoehere-fachschulen/positionierung-hf.html