Internationale Berufsbildungszusammenarbeit des SBFI

Workshop

Stärkung der Schweizer Berufsbildung im internationalen Kontext – so lautet das bildungspolitische Ziel des SBFI im Rahmen seiner Strategie für die internationale Berufsbildungszusammenarbeit (IBBZ).



Strategie und Ziele des SBFI

Der internationale Austausch mit anderen Ländern ist eine bildungspolitische Priorität der Schweiz. Er betrifft immer stärker auch die Berufsbildung mit dem Ziel, die Sichtbarkeit und Anerkennung der arbeitsmarktorientierten dualen Schweizer Berufsbildung zu erhöhen. Gleichzeitig werden entsprechende Abschlüsse gestärkt und der Erwerb internationaler Kompetenzen der Berufsleute gefördert. Seit 2014 bietet die IBBZ-Strategie des SBFI einen kohärenten Rahmen für die verschiedenen Aktivitäten.

Berufsbildungsexpertise

Im Rahmen bilateraler und multilateraler Kontakte und Kooperationen engagiert sich die Schweiz für den internationalen Transfer und Austausch von Expertise im Bereich der dualen Berufsbildung. Unter Einbezug von Schweizer Akteuren aus Berufsbildung und Wirtschaft empfängt das SBFI offizielle ausländische Delegationen mit Interesse an der Schweizer Berufsbildung und trägt den Internationalen Berufsbildungskongress mit. Zudem partizipiert die Schweiz an Initiativen und Kooperationen auf europäischer Ebene sowie weltweit und teilt so Berufsbildungsexpertise mit verschiedenen Partnerländern. Länderspezifische Kooperationen bestehen zurzeit namentlich mit den USA, Indien  sowie Südafrika: Der Bund ist dabei grundsätzlich bestrebt, günstige Rahmenbedingungen für bottom-up Kooperationen zwischen Schweizer Akteuren und ausländischen Partnern zu schaffen und diese subsidiär zu unterstützen.

Projektförderung internationaler Berufsbildungsprojekte
Die Projektförderung für internationale Projekte ist für Akteure mit einer Schweizer Rechtspersönlichkeit (juristische oder natürliche Personen) verfügbar. Sie kann für eine maximale Dauer von 5 Jahren gemäss Art. 55 des Berufsbildungsgesetzes gesprochen werden. Detaillierte Informationen vermittelt die entsprechende Richtlinie. Darüber hinaus leistet die Schweiz auf multilateraler Ebene gemeinsam mit anderen Ländern, die ebenfalls über eine duale Berufsbildung verfügen (Dänemark, Deutschland und Luxemburg, Österreich), unter anderem einen Beitrag zur Apprenticeship Toolbox.

Mobilität und Anerkennung von Berufsqualifikationen

Die Förderung der internationalen Mobilität in der Bildung ist wichtig für die Schweiz. Sie beteiligt sich projektweise an den EU-Bildungsprogrammen. In diesem Kontext hat die Schweiz – in Anlehnung an den europäischen Qualifikationsrahmen – zudem einen nationalen Qualifikationsrahmen in der Berufsbildung entwickelt. Dieses Instrument macht die beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen von Schweizer Berufsleuten innerhalb Europa vergleichbar und fördert deren Mobilitätsmöglichkeiten auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen wird auch durch bilaterale Abkommen oder multilaterale Vereinbarungen (Diplomanerkennung) gefördert.

IBBZ-Strategie des Bundes

Die Ziele und Aktivitäten des SBFI im Bereich der IBBZ sind komplementär zu denjenigen von anderen Bundesstellen, die ebenfalls in diesem Bereich aktiv sind. Mehr Informationen zur generellen IBBZ-Strategie auf Bundesebene und zur Koordination zwischen Bundesstellen sind auf der Seite des Eingangsportal IBBZ Bund zu finden.

Weiterführende Informationen

Kontakt

SBFI, Mauro Moruzzi

Leiter Abteilung
Internationale Beziehungen

T +41 58 462 68 36

Kontaktinformationen drucken

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/bildung/internationale-bildungszusammenarbeit/staerkung-der-schweizer-berufsbildung-im-internationalen-kontext.html