Stärkung der Berufsmaturität

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Berufsmaturität

Die Berufsmaturität trägt wesentlich zur Durchlässigkeit des schweizerischen Bildungssystems bei: Sie ergänzt die berufliche Grundbildung mit einer erweiterten Allgemeinbildung und ermöglicht so im entsprechenden Berufsfeld den prüfungsfreien Zugang zu den Fachhochschulen. Ergänzt mit Zusatzqualifikationen gewährt sie ausserdem Zugang zu den Universitäten und ETH.

Projekt Stärkung der Berufsmaturität

Die Förderung der Berufsmaturität wurde anlässlich des nationalen Spitzentreffens der Berufsbildung 2014 als einer von drei Handlungsschwerpunkten definiert, um die Attraktivität der Berufsbildung insgesamt zu stärken. Im Nachgang lancierte eine verbundpartnerschaftlich zusammengesetzte Steuergruppe das Projekt „Stärkung der Berufsmaturität“ mit zwei Teilprojekten:

  • Im Teilprojekt 1 stehen neue Flexibilisierungsmöglichkeiten für den lehrbegleiteten Berufsmaturitäts-Unterricht im Zentrum.
  • Teilprojekt 2 optimiert die Information und Kommunikation über die Berufsmaturität.

Beiden Teilprojekten dient als Grundlage eine Studie, in der bestehende Daten analysiert und die Kantone und Organisationen der Arbeitswelt über verschiedene Aspekte der Berufsmaturität befragt werden. Die Zahlen zeigen, dass die Anzahl der Berufsmaturitätsabsolvierenden in den letzten Jahren zugenommen hat. Allerdings wird das Modell der Berufsmaturität nach einem EFZ im Gegensatz zum Modell der in die Lehre integrierten Berufsmaturität von den Jugendlichen bevorzugt. Ausserdem bestehen grosse kantonale Unterschiede in Bezug auf den Anteil der Jungen, die eine Berufsmaturität absolvieren und deren Entwicklung.

Teilprojekt 1: Flexibilisierung des lehrbegleitenden Berufsmaturitäts-Unterrichtes

Da der Trend in Richtung Berufsmaturität nach Abschluss der beruflichen Grundbildung geht, fokussiert Teilprojekt 1 auf die Stärkung der in der Lehre integrierten Berufsmaturität.

Im Teilprojekt 1 wurden sechs Eckwerte zur Flexibilisierung des lehrbegleitenden Berufsmaturitäts-Unterrichtes erarbeitet. Die Verbundpartner nahmen im Zeitraum von Oktober 2016 bis Januar 2017 Stellung zu den Eckwerten. Die wichtigsten Ergebnisse sind im Folgenden dargestellt (siehe Konsultationsunterlagen und den erläuternden Bericht im Anhang).

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  • Eckwert 1: Möglichkeit der Vermittlung von bis zur Hälfte der BM-Lektionen frühestens 1 Jahr vor Lehrbeginn.
  • Eckwert 2: Möglichkeit der Vermittlung von bis zu einem Drittel der BM-Lektionen bis spätestens 1 Jahr nach der Abgabe des EFZ und
    Ende des Lehrvertrages.
  • Eckwert 3: Keine Vermittlung von Inhalten in Fächern des Schwerpunktbereichs vor Beginn der Lehrzeit.
  • Eckwert 4: Die Berufsmaturitätsprüfung kann frühestens ein Jahr vor Ende der Lehrzeit absolviert werden.
  • Eckwert 5: Ein BM-Start im 2. Lehrjahr auch bei 3-jährigen Lehren ist möglich.
  • Eckwert 6: Teilfachabschlüsse in den Fächern Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften sind möglich.

Teilprojekt 2: Information und Kommunikation zur BM

Teilprojekt 2 hat zum Ziel, mit einer zielgruppengerechten Information und Kommunikation das Bewusstsein der Attraktivität der Berufsmaturität zu steigern.

Zur Vorbereitung des Teilprojekts 2 wurden die Bedürfnisse der Zielgruppen unter Berücksichtigung der bestehenden Best-Practice Beispiele der Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt erfasst.

Basierend auf den oben genannten Grundlagen erarbeitet der Bund mit einer verbundpartnerschaftlich zusammengesetzten Arbeitsgruppe bereitzustellenden Informationen und Instrumente (Toolbox, Print- und audiovisuelle Produkte) sowie Massnahmen-Empfehlungen.

Die Instrumente werden voraussichtlich ab Sommer 2018 zur Verfügung stehen.

Weiterführende Informationen

Kontakt

SBFI, Tommy Durrer

Projektverantwortlicher
T +41 58 462 93 79

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