Projekt Entwicklung der gymnasialen Ausbildung

ABU-6

Das gymnasiale Maturitätszeugnis gilt als Nachweis, dass die erforderliche allgemeine Reife für den prüfungsfreien Zugang zu den universitären Hochschulen erworben wurde.

Bund und Kantone verfolgen gemeinsam das politische Ziel, den prüfungsfreien Zugang zu den universitären Hochschulen für Inhaberinnen und Inhaber einer gymnasialen Maturität langfristig sicherzustellen. Die Evaluation der Maturitätsreform 1995 (EVAMAR II, 2008) wies auf gewisse Lücken bei den basalen fachlichen Kompetenzen in der Erstsprache (Französisch, Deutsch, Italienisch) und in Mathematik hin. Aus der Studie EVAMAR II geht hervor, dass die Kompetenzen in der Erstsprache (Schulsprache) und in Mathematik, wie logisches und abstraktes Denken, zur Erhöhung der Erfolgschancen an der Universität entscheidend sind. Ausgehend von einer Analyse von Prof. Dr. Franz Eberle werden verschiedene Lösungen vorgeschlagen, um die Kenntnisse und Fähigkeiten in den basalen Kompetenzen der Inhaberinnen und Inhaber einer gymnasialen Maturität zu verbessern (Eberle et al. 2015).

Die Bildungsbehörden regulieren den Zugang über die Schulen, die Studierende abgeben und nicht nach abnehmenden Schulen. Die Gymnasien müssen daher gewährleisten, dass für die Studierfähigkeit bestimmte Anforderungen erfüllt werden. Dazu wurden minimale («basale») Kompetenzen in Mathematik und Erstsprache in den Anhang des Rahmenlehrplans der gymnasialen Maturität aufgenommen, mit Gültigkeit ab dem Schuljahr 2016/2017. Eine Evaluation dieser Verbesserungen ist geplant (das Datum ist noch unbestimmt).

Kontakt

SBFI, Dominik Noser

Leiter
Ressort Maturitätsprüfungen

T +41 58 462 74 85

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