Editorial

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser

Gemäss dem letzthin von der Europäischen Kommission publizierten Innovationsanzeiger 2019 ist die Schweiz Innovationsleaderin in Europa. Wenn sich also die Schweiz im Kontext der Diskussion um ihre Teilnahme an der kommenden Generation der europäischen Forschungs- und Innovationsprogramme als starke Partnerin präsentiert, dann tut sie das faktenbasiert.

Stärkste Ergebnisse in den verschiedenen vermessenen Innovationsdimensionen erzielt die Schweiz unter anderem in den Bereichen «International scientific co-publications», «New doctorate graduates» sowie «Firm investments». Besonders gut schneidet sie auch beim Indikator «Öffentlich-private Co-Publikationen» ab sowie bei der Anzahl kleinerer und mittlerer Unternehmen (KMU), die Marketing- oder Organisationsinnovation eingeführt haben.

Tatsächlich ist in der Schweizer Bildungs-, Forschungs- und Innovationsszene und in der Folge in der Wirtschaft sehr vieles im Gange. Der Wandel hin zur «Wirtschaft 4.0» findet, belegbar beispielsweise anhand Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen und neuen Geschäftsmodellen gerade auch bei zahlreichen KMU und einer Vielzahl «neuer» Jobs, zweifellos statt.

Dabei sind die Treiber für diese erfreuliche Entwicklung viele:

  • Von der Politik bereitgestellte Rahmenbedingungen für die Akteure ganz allgemein.
  • Eine arbeitsmarknahe Berufsbildung, die die Bedürfnisse der Zeit erkennt und aufnimmt und ihren starken Beitrag zum von der Wirtschaft nachgefragten Skillsmix der Fachkräfte leistet.
  • Start-ups, die nicht nur, aber vor allem im Umfeld der Hochschulen entstehen.
  • Hochschulen, die unter ihren Studierenden und Doktorierenden den Unternehmergeist wecken und vermehrt die Public-Privat-Partnership pflegen.
  • Ganz starke Leistungen im Bereich der Grundlagenforschung auf vielen Gebieten.
  • Anwendungsorientierte Forschung und Wissens- und Technologietransfer zur Stärkung der Innovationskraft der Wirtschaft, insbesondere der KMU.
  • Die enge internationale Vernetzung, die den Austausch, den Wettbewerb und damit die Qualität fördert.
  • Impulsprogramme des Bundes, so etwa im Rahmen des Aktionsplans «Koordinierte Energieforschung Schweiz» oder der Strategie «Digitale Schweiz».

Bei all dem muss klar sein: Erfolge, auf welchem Feld im BFI-Bereich auch immer, kann man nicht anordnen. Sie basieren auf geeigneten Rahmenbedingungen und langfristigen Investitionen. Unsere Anstrengungen heute sind entscheidend für unseren künftigen Erfolg.

Martina Hirayama
Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation

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