Übertritt in die Sekundarstufe II

Unterstützung und Förderung von Jugendlichen

foerderung

Beim Übertritt von der obligatorischen Schule in die Sekundarstufe II steht heute den Jugendlichen ein breites und gut abgestimmtes Angebot an Unterstützungs- und Förderangeboten zur Verfügung. Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt streben gemeinsam an, dass 95 Prozent aller 25-Jährigen in der Schweiz über einen Abschluss auf Sekundarstufe II verfügen. Diese Abschlussquote wird heute von den in der Schweiz geborenen 26- bis 35-Jährigen – unabhängig von ihrer Nationalität – erreicht. Anstrengungen bleiben insbesondere bei Jugendlichen notwendig, welche die Schule nicht oder nicht vollständig in der Schweiz durchlaufen haben.

Berufsinformation und -beratung
Die kantonalen Berufsberatungen unterstützen die Jugendlichen in enger Zusammenarbeit mit den Volksschulen bei der Berufswahl und der Suche nach einer Lehrstelle. Umfassende Informationen bietet das Internet-Portal der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung.
www.adressen.sdbb.ch
www.berufsberatung.ch

Lehrstellennachweis
Im Lehrstellennachweis LENA werden offene Lehrstellen publiziert. Gemeldete Lehrstellen können nach verschiedenen Kriterien gesucht werden.
www.berufsberatung.ch

Brückenangebote
Brückenangebote richten sich an Jugendliche, für die der Einstieg in eine berufliche Grundbildung aus sozialen oder schulischen Gründen noch nicht möglich ist oder die noch keine Lehrstelle gefunden haben. Parallel zur Aufarbeitung von schulischen, sprachlichen oder anderen Defiziten erfolgt eine Einführung in die berufliche Praxis. Die erlangte Qualifizierung erhöht die Chancen bei der Lehrstellensuche.

Coaching und Mentoring
Mit Coaching- und Mentoring-Angeboten werden Jugendliche schon während der obligatorischen Schulzeit individuell auf dem Weg zu einer nachobligatorischen Ausbildung begleitet. Dabei geht es beispielsweise um die Förderung berufsrelevanter sowie sozialer Kompetenzen oder um die Optimierung der Bewerbungsunterlagen. Die Projekte und Programme werden neben den Kantonen auch von privaten Organisationen getragen.

Case Management Berufsbildung
Im Zentrum des Case Management Berufsbildung stehen die Unterstützung von Jugendlichen mit mehrfachen Schwierigkeiten sowie die Effizienz- und Effektivitätssteigerung der eingesetzten Massnahmen. Das Case Management Berufsbildung ist ein strukturiertes Verfahren: Eine fallführende Stelle sorgt über institutionelle Grenzen hinweg für ein planmässiges und koordiniertes Vorgehen bei der Betreuung der Jugendlichen.
www.sbfi.admin.ch/cmbb

Vermittlungsangebote
Die Massnahmen der Vermittlungsangebote greifen im vierten Quartal des letzten Schuljahres. Ziel ist es, das Matching zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Lehrstellenmarkt zu verbessern und dadurch die Zahl der offenen Lehrstellen sowie der Personen in Zwischenlösungen zu senken.

Individuelle Begleitung
Während der beruflichen Grundbildung bietet die individuelle Begleitung Jugendlichen, deren Lernerfolg beeinträchtigt ist, eine umfassende Unterstützung. Lehrbetrieb, Berufsfachschule, überbetriebliche Kurse und soziales Umfeld werden einbezogen. Gesetzlichen Anspruch auf individuelle Begleitung haben Lernende der zweijährigen beruflichen Grundbildung. Aber auch Lernende von drei- und vierjährigen beruflichen Grundbildungen können die Angebote nutzen.

Berufsmeisterschaften
An den Berufsmeisterschaften ermitteln zahlreiche Berufsverbände jährlich ihre Schweizermeisterinnen und -meister unter den jungen Berufsleuten. Im Rahmen der Initiative «SwissSkills» werden zudem regelmässig zentrale Berufsmeisterschaften durchgeführt. In Wettkämpfen und Demonstrationen können Berufe live erlebt werden. Die Schweizermeisterschaften dienen gleichzeitig als Ausscheidung für die Teilnahme an den Europa- und Weltmeisterschaften. Die Weltmeisterschaften 2019 finden Ende August in Kasan (Russland) statt.
www.swiss-skills.ch

Instrumente zur Förderung von Jugendlichen
Für Jugendliche mit hohem Leistungspotenzial besteht die Möglichkeit einer verkürzten beruflichen Grundbildung oder sich von Teilen der Ausbildung beziehungsweise der Abschlussprüfung dispensieren zu lassen. Berufsbildnerinnen und Berufsbildnern in den Lehrbetrieben obliegt ausserdem die Aufgabe, leistungsstarken Lernenden mehr Verantwortung und anspruchsvolle Aufgaben zu übertragen. Die Berufsfachschulen bieten zudem mit Freikursen die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Bereichen zusätzliche Kenntnisse anzueignen. Das Angebot umfasst berufsbezogene und allgemeinbildende Kurse, beispielsweise Sprachkurse mit Diplomen.

Kontakt

Katrin Frei, SBFI

Leiterin Ressort Berufsbildungspolitik
T +41 58 462 82 47

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https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/dienstleistungen/publikationen/publikationsdatenbank/s-n-2019-3/s-n-2019-3c.html