Weltkonferenz für Wissenschaftsjournalismus

36 faszinierende Einblicke in die Schweizer Wissenschaft

lounge

Die alle zwei Jahre stattfindende World Conference of Science Journalists (WCSJ) wurde im Juli 2019 erstmals in Lausanne durchgeführt. Sie war eine einzigartige Gelegenheit, die Schweiz in der internationalen Wissenschaftspresse als führenden Standort für Bildung, Forschung und Innovation zu positionieren.

Fakten zur «Swiss Science Lounge»

  • Teilnehmende Hochschulen: 7
  • Forschungspräsentationen: 36
  • Publikum: mehr als 450 ausländische Journalistinnen und Journalisten
  • Grösse: 50 Quadratmeter mit 11 Sofas und 15 Hockern

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz schufen mit der «Swiss Science Lounge» eine Plattform für alle an der World Conference of Science Journalists teilnehmenden Schweizer Hochschulen. Um die leistungsstarke Forschungslandschaft der Schweiz ins beste Licht zu rücken, hatten die Institutionen bis zu sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezeichnet, die sich und ihre Projekte in der Lounge vorstellten. Die 36 Kurzpräsentationen («Power Pitches») behandelten Themen wie Demokratie, Nachhaltigkeit oder Weltraumforschung. Sie boten den Forschenden Gelegenheit, ihre Arbeit einem Publikum ausserhalb ihres gewohnten akademischen Umfelds zu präsentieren. Gleichzeitig konnten die Wissenschaftsjournalistinnen und Kommunikatoren interessante Inhalte für ihre Medien sammeln.

Der Konferenzort in der Schweiz bot Gelegenheit für mehrere bilaterale Treffen. Staatssekretärin Martina Hirayama führte Gespräche mit Frédérique Vidal, der französischen Ministerin für Hochschulwesen, Forschung und Innovation, sowie mit Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, und Jean-Eric Paquet, Generaldirektor für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission.

Die «Swiss Science Lounge» wurde vom SBFI und dem swissnex Netzwerk finanziell unterstützt. Letzteres war mit seinen vier Kommunikationsmanagern von swissnex Boston, Brasilien, Indien und San Francisco vertreten. Diese konnten Beziehungen pflegen und den anwesenden Journalistinnen und Journalisten aus den jeweiligen Ländern gezielt Unterstützung bieten.


An der «Swiss Science Lounge» getroffen. Was denken die Besucherinnen und Besucher über die Konferenz?

Tinsley H. Davis
Geschäftsführer, National Association of Science Writers (NASW), Berkeley

«Die Schweiz geniesst hohes Ansehen – und die Qualität dieser Konferenz hat alle Erwartungen übertroffen: Der Standort direkt gegenüber der EPFL und auf dem Campus ist perfekt. Die Inhalte waren hervorragend und die Expo mit der Swiss Science Lounge gut aufgebaut.»

jurni-02

Boris Vejdovsky
Ausserordentlicher Professor für Englisch, Universität Lausanne, Schweiz

«Ich bin hier, um in der Swiss Science Lounge meine Forschung über die Rolle der Geisteswissenschaften in der Wissenschaft und das Wesen der Wirklichkeit vorzustellen. Die Pitches in der Lounge sind ein hervorragendes Format, um mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Forschenden in Kontakt zu treten und Journalistinnen und Journalisten aus der ganzen Welt zu treffen.»

jurni-01

Helga Rietz
Wissenschaftsredakteurin, Neue Zürcher Zeitung, Schweiz

«Die Konferenz ist eine grossartige Gelegenheit, in einem globalen Kontext über die Schwei­zer Wissenschaft zu sprechen. Ich erinnere mich an eine Diskussion, die ich vor einer Weile auf Facebook mitverfolgt habe: Jemand stellte die Frage ‹Welches Land hat die beste Forschung?›. Zwei Drittel sagten: ‹die Schweiz› – wegen des CERN. Natürlich wiesen andere darauf hin, dass das CERN keine Schweizer Forschungsinstitution sei. Es befindet sich zwar in der Schweiz, geht aber weit darüber hinaus. An der Schweizer Wissenschaft muss etwas sein: Alle haben eine bestimmte Vorstellung davon, auch wenn wir wahrscheinlich als Erstes an das CERN denken.»

jurni-03

Estrella Burgos
Chefredakteurin, ¿Comó ves?, Mexiko

«Der Wissenschaftsjournalismus ist wichtiger denn je. Wir müssen den Klimawandel – eine enorme ökologische Krise – und viele andere Herausforderungen bewältigen. In Mexiko kennen wir die Schweizer Wissenschaft kaum. Wir wissen nicht, woran hier gearbeitet wird. Nach dem Besuch der Swiss Science Lounge bin ich überzeugt, dass wir der Schweizer Wissenschaft und Forschung mehr Beachtung schenken sollten.»

jurni-04

Igor Chlebny
Wissenschaftskommunikator, Universität Neuenburg, Schweiz

«Wir wollen einen beständigen Dialog zwischen der Wissenschaftsgemeinschaft und der breiten Öffentlichkeit aufbauen und aufrechterhalten. Als Wissenschaftskommunikatoren und Journalistinnen stehen wir alle vor denselben Herausforderungen. Diese Konferenzen dienen Journalistinnen und Journalisten sowie Forschenden dazu, sich zusammenzusetzen und herauszufinden, wie die Bevölkerung am besten über die neuste wissenschaftliche Forschung informiert und dafür sensibilisiert werden kann.»

jurni-05

Ankur Paliwal
Mitredakteur, Business Standard India, New Delhi

«Viele der Tagungssitzungen, insbesondere jene über Instrumente des investigativen Journalismus – z.B. über den Schutz der Identität von Quellen und über qualitative Ansätze zum Entziffern von Medienmitteilungen –, sind äusserst relevant und sehr nützlich. Die Konferenz ist ausserdem eine gute Gelegenheit, um sich mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Wissenschaftsjournalismus, Pressesprechern und Wissenschaftlerinnen auszutauschen und mehr darüber zu erfahren, wie sie ansprechende wissenschaftliche Artikel erarbeiten.»

jurni-06

Susana Irles
Kommunikations- und Medienbeauftragte ALLEA – European Federation of Academies of Sciences and Humanities, Deutschland

«Der Wissenschaftsjournalismus steckt ein wenig in der Krise. Diese Konferenz bietet Raum für Über­legungen und Diskussionen darüber, wie es weitergehen soll. Es war äusserst interessant, die Erkenntnisse von sehr erfahrenen Journalistinnen und Journalisten zu hören, die spezifische Fälle präsentierten. Dabei befassten sie sich nicht nur mit Integrität in der Forschung und Fehlverhalten in der Wissenschaft, sondern auch mit Untersuchungsmethoden und mit der Frage, wie sich neue und überraschende wissenschaftliche Geschichten aufspüren lassen.»

Weitere Informationen

Kontakt

Roman Kern, SBFI

Projektverantwortlicher Ressort swissnex Netzwerk
T +41 58 460 54 29

Kontaktinformationen drucken

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/dienstleistungen/publikationen/publikationsdatenbank/s-n-2019-3/s-n-2019-3g.html