Editorial

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser

Eine Bilanz zu ziehen über unsere Arbeitsschwerpunkte im Jahr 2020 ohne dabei auf die «Covid-19-Spezialaufgaben» einzugehen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.

In der Tat haben uns diese nicht vorhergesehenen Aufgaben sehr beschäftigt. Im Bildungsbereich waren es schwergewichtig die rechtlichen Grundlagen für die letztendlich gelungenen Abschlüsse in der Berufsbildung und in den Gymnasien. Die betroffenen rund 110'000 jungen Menschen verfügen dadurch über beglaubigte Zeugnisse, dank denen sie ihre weiteren Schritte in der Arbeits- oder Hochschulwelt machen können.

In den Forschungs- und Innovationsdossiers denke ich an die rasche Lancierung des Nationalen Forschungsprogramms «Covid-19» oder, auf internationaler Ebene, an den Corona-Aktionsplan für den Europäischen Forschungsraum. In dessen Rahmen haben sich die EU-Mitgliedsländer und assoziierte Staaten wie die Schweiz rasch und unbürokratisch auf die Koordination bei der Bekämpfung des Coronavirus mittels Forschung und Innovation geeinigt, namentlich hinsichtlich eines Impfstoffs. Wichtig ist auch das aufgegleiste Impulsprogramm von Innosuisse mit seinem Ziel, die Schweizer Innovationskraft zu erhalten und disruptive Innovationen zu fördern.
Auf übergeordneter Ebene schliesslich erinnere ich an die Mandatierung und Begleitung der «Swiss National COVID-19 Science Task Force» und der Task Force «Perspektive Berufslehre 2020».

Doch gleichzeitig liefen andere wichtige Arbeiten, oft unter dem Radar der allgemeinen Öffentlichkeit, nicht aber des SBFI. Die Vorbereitung der ersten Evaluation des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetzes (HFKG) beispielsweise ist auf gutem Weg. Hier geht es darum, die richtigen Fragen zu stellen für die Wirkungsprüfung dieses für den Hochschulraum Schweiz (in den die Kantone und der Bund jährlich rund 8,2 Milliarden Franken investieren) neuen Gesetzes.
Weiter hat der Bundesrat im November 2020 die Leitlinien für den Umgang mit der künstlichen Intelligenz durch die Bundesverwaltung verabschiedet. Diese Leitlinien wurden von der interdepartementalen Arbeitsgruppe künstliche Intelligenz unter Federführung des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF ausgearbeitet.
Ende 2020 schliesslich gibt es das zwanzigjährige Bestehen des swissnex Netzwerks zu feiern. Seit seiner Entstehung verbindet es die Schweiz in Sachen Bildung, Forschung und Innovation mit der weiten Welt. Die zum Jubiläum vorbereiteten Anlässe von Anfang Dezember kreisten um Zukunftsthemen wie «Learning Tomorrow» oder «Working Tomorrow». Dass diese grossmehrheitlich virtuell stattfanden, war Covid19-bedingt. Was wiederum passt zu diesem ereignisreichen Jahr voller Überraschungen.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen frohe Festtage!

Martina Hirayama
Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation

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