Übersicht über die nationalen und internationalen Forschungsinfrastrukturen

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© CERN

Angesichts der zunehmend multidisziplinären Forschungsprojekte und der fortschreitenden technologischen Entwicklung steigt der Bedarf an leistungsstarken und zugänglichen Forschungsinfrastrukturen in allen wissenschaftlichen Fächern. Der Bund hat die Aufgabe, die Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen zu erstellen.

In der Schweiz fällt der Bau und Unterhalt der Forschungsinfrastrukturen hauptsächlich in die Zuständigkeit der Hochschulen und Forschungseinrichtungen des ETH-Bereichs. Auf internationaler Ebene errichtet und betreibt der Bund in Zusammenarbeit mit anderen Staaten grosse Forschungsinfrastrukturen (internationale Infrastrukturen).

Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen

Die Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen ist ein Planungsinstrument im Bereich Forschungsinfrastrukturen. Sie wird vom SBFI im Hinblick auf die BFI-Botschaft (Bildung, Forschung und Innovation) alle vier Jahre aktualisiert. Sie bietet eine Übersicht über die künftigen Bedürfnisse und geplanten Entwicklungen in den verschiedenen Forschungsbereichen und dient damit als Grundlage zur Erarbeitung der BFI-Botschaft.

Roadmap 2023 und 2019

Internationale Forschungsinfrastrukturen

Internationale Forschungsinfrastrukturen geben wissenschaftliche und technologische Impulse, die weltweit ausstrahlen. Eine gezielte Beteiligung der Schweiz an internationalen Forschungsinfrastrukturen gilt deshalb als hervorragendes Mittel, um ihre Position im Forschungs- und Innovationsbereich zu stärken. Das Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz (FIFG) unterscheidet zwei Arten von internationalen Forschungsinfrastrukturen:

  • «Internationale Forschungsanlagen» bauen und unterhalten zentralisierte und für externe Nutzerinnen und Nutzer zugängliche Anlagen im Hinblick auf die Produktion von Forschungsergebnissen. Das CERN mit Sitz in der Schweiz ist ein typisches Beispiel. Für weitere Informationen siehe «Beteiligung der Schweiz an internationalen Forschungsinfrastrukturen».
  • «International koordinierte Forschungsinfrastrukturen» sind in Netzwerken aus nationalen «Knotenpunkten» organisiert. Diese «Knotenpunkte» bündeln und koordinieren Infrastrukturen oder Dienstleistungen, z. B. EPOS, ECRIN.
  • «Der Bundesrat will sechs dieser Forschungsinfrastrukturnetzwerke in ERIC-Rechtsform (BBMRI, CESSDA, DARIAH, ECRIN, EPOS und ICOS) als Mitglied beitreten und hat eine entsprechende Botschaft ans Parlament überwiesen.»

Das European Strategy Forum on Research Infrastructures ESFRI erarbeitet eine Roadmap für internationale Forschungsinfrastrukturen, die spezifisch zur Entwicklung des europäischen Forschungsraums beitragen ERA. Die Vertretung der Schweiz im ESFRI wird durch das SBFI sichergestellt. Das SBFI validiert für die Schweiz auf politischer Ebene die Vorschläge zur Aufnahme in die ESFRI-Roadmap, die von den Schweizer Forschungsakteuren vorgebracht werden. Die Schweizer Teilnehmenden, die eine internationale Forschungsinfrastruktur zur Aufnahme in die nächste ESFRI-Roadmap vorschlagen möchten, sind gebeten, den Leitfaden der ESFRI-Roadmap sowie den kurzen Schweizer Leitfaden zu konsultieren.

Botschaft zum Beitritt der Schweiz zu sechs internationalen Forschungsinfrastrukturnetzwerken mit Rechtsform ERIC

Kontakt

SBFI, Cyrille Girardin
Schweizer Roadmap für Forschungsinfrastrukturen
T +41 58 467 30 37

SBFI, Xavier Reymond
Internationale Forschungsinfrastrukturen
T +41 58 462 34 52

SBFI, Anna Fill
European Strategy Forum
T +41 58 485 08 83

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/forschung-und-innovation/forschung-und-innovation-in-der-schweiz/uebersicht-forschungsinfrastrukturen.html