Chancengleichheit von Frau und Mann

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Rechtsgleichheit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau sind als Grundrechte in der Bundesverfassung (Art. 8 Abs. 3 BV) verankert. Davon abgeleitet sind Bildungs- und Forschungsinstitutionen auf allen Stufen gefordert, für die Umsetzung der Chancengleichheit von Frau und Mann geeignete Massnahmen zu ergreifen.

Mit den Beiträgen des Bundes haben die Hochschulen in der Schweiz vielfältige Massnahmen und Projekte entwickelt und schrittweise Fortschritte auf dem Weg zur Gleichstellung von Mann und Frau erzielt. Der Frauenanteil bei den Professuren und Dozierenden sowie bei den MINT-Studierenden (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) erhöht sich langsam. Besonders bei den Professuren gibt es jedoch in manchen Fachbereichen immer noch eine starke Untervertretung der Frauen, deren Anteil im Durchschnitt bei 18% an den Universitäten und bei 32% an den Fachhochschulen liegt. Ebenso sind Frauen in Entscheidungsgremien immer noch stark untervertreten.

Massnahmen für eine tatsächliche Gleichstellung, beispielsweise der Abbau von Hindernissen in Studium und Karrieren, die Verbesserung der Vereinbarkeit von Arbeit bzw. Studium und Familie, werden weiterverfolgt, um ein gleichberechtigtes Mitwirken in Akademie und Wissenschaft für Frauen zu ermöglichen.

Gesetzliche Grundlagen: Die Verfassungsbestimmungen werden insbesondere im Gleichstellungsgesetz vom 24. März 1995 konkretisiert. Für den Hochschulbereich sind zudem die Bestimmungen des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz vom 30. September 2011 (HFKG) massgebend. Im HFKG ist die Umsetzung der Chancengleichheit bei der institutionellen Akkreditierung und bei den projektgebundenen Beiträgen explizit verankert.

Hochschulen und ETH-Bereich: Im Rahmen der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2017-2020 stellt der Bund u.a. projektgebundene Beiträge an die Hochschulen bereit. Die Chancengleichheit von Frau und Mann wird, wie in den Vorgängerperioden, im Rahmen eines Projekts (Chancengleichheit und Hochschulentwicklung) unterstützt. Weiterführende Informationen
Der ETH-Rat und die Institutionen des ETH-Bereichs sorgen für Chancengleichheit und streben insgesamt eine Erhöhung des Frauenanteils in Lehre und Forschung sowie insbesondere in Führungspositionen und Entscheidungsgremien an.
Weiterführende Informationen:

www.ethrat.ch/de/chancengleichheit/vielfältige-frauenförderung-im-eth-bereich

www.fix-the-leaky-pipeline.ch

www.ethz.ch/services/de/anstellung-und-arbeit/arbeitsumfeld/chancengleichheit/strategie-und-zahlen/gender-monitoring.html

www.ethz.ch/services/de/anstellung-und-arbeit/arbeitsumfeld/chancengleichheit.html

equality.epfl.ch

Forschungsförderung: Der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftli-chen Forschung (SNF) ist darauf bedacht, eine gleichberechtigte und ausgewogene Teilhabe von Frauen und Männern in allen Funktionen, Gremien und Instrumenten zu fördern.
www.snf.ch/de/derSnf/forschungspolitische_positionen/gleichstellung/Seiten/default.aspx

Europa: Seit 2004 ist die Schweiz in der Helsinki Group on Gender in Research and Innovation vertreten.
Weiterführende Informationen:

ec.europa.eu/research/era/pdf/era_progress_report2016/era_progress_report_2016_com.pdf

www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/themen/internationale-forschungs--und-innovationszusammenarbeit/der-europaeische-forschungsraum--efr-.html

Indikatoren zur Chancengleichheit von Frauen und Männern an Schweizer Hochschulen

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/hs/hochschulen/hochschulpolitische-themen/chancengleichheit-von-frau-und-mann.html