Die Nationalen Forschungsschwerpunkte NFS

nfs-internet

Überblick

Die Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) sind ein Förderinstrument des Bundes und werden in dessen Auftrag vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) durchgeführt. Der Bund will mit der Förderung von NFS die nachhaltige Etablierung von Kompetenzzentren und von diesen unterhaltenen Netzwerken sicherstellen, mit dem Ziel, die schweizerische Forschung in für unser Land strategisch wichtigen Forschungsbereichen zu stärken. Damit sollen auch die Kräftekonzentration und die Arbeitsteilung unter den Forschungsinstitutionen sowie die Partnerschaft zwischen dem akademischen und dem ausserakademischen Bereich gefördert werden.

NFS sind institutionell abgestützte Forschungsvorhaben von gesamtschweizerischer Bedeutung. Gefördert werden Forschungsprojekte von höchster Qualität, mit besonderer Gewichtung interdisziplinärer, aber auch neuer, innovativer Ansätze innerhalb der Disziplinen. Überdies sollen sich die NFS in den Bereichen Nachwuchsförderung, Wissenstransfer und Gleichstellungsförderung engagieren. Jeder NFS besteht im Grundsatz aus einem Kompetenzzentrum (Leading House / oder einem Main Leading House mit einem oder zwei Co-Leading Houses) und einem Netz von Partnern aus dem universitären oder ausseruniversitären Bereich und ist einem klar bezeichneten und thematisch abgegrenzten Forschungsgebiet zugeordnet. Er verfügt über eine angemessene personelle und materielle Unterstützung durch die Institution(en), an welcher/denen sein Kompetenzzentrum errichtet wird. Die Förderung eines NFS durch den Bund erfolgt über rund zehn Jahre.

Nach Abschluss der ersten und zweiten NFS-Serien (bis Ende 2017) werden zurzeit 16 NFS gefördert.


Aktuell: Ausschreibung für die 5. Serie NFS

Der SNF hat im Oktober 2017 eine 5. Serie NFS ausgeschrieben. Die Eingabefrist beim SNF für NFS-Skizzen ist der 1. Februar 2018 (weitere Informationen). Der Forschungsbeginn der neuen NFS ist für Anfang 2020 geplant.

Im Rahmen der Ausschreibung erwartet der Bund auch Eingaben, welche die Grundlagenforschung im Bereich der Digitalisierung stärken und ihr Potenzial für verschiedene Anwendungsbereiche nutzen.

Das Verfahren sieht vor, dass Eingaben für neue NFS zunächst vom SNF unter Einbezug eines international zusammengesetzten Expertenpanels auf ihre Qualität, Interdisziplinarität und Neuartigkeit geprüft und beurteilt werden. Der SNF empfiehlt dem WBF (SBFI) dann im Sommer 2019 eine Auswahl als exzellent bewerteter und priorisierter Gesuche (Shortlist) zur Durchführung und Finanzierung.

Das WBF wird gestützt auf die forschungs- und hochschulpolitische Prüfung des SBFI im Herbst 2019 über die Lancierung neuer NFS entscheiden.


Informationen zu den 16 laufenden NFS der dritten und vierten Serie

Serie 2014 (4. Serie)

  • NFS PlanetS
    NFS-Leitung: Prof. Willy Benz, Uni Bern (Stv.: Prof. Stéphane Udry, Uni Genf)

    Main Leading House: Universität Bern
    Co-Leading House: Universität Genf




  • NFS Molecular Systems Engineering
    NFS-Leitung: Prof. Wolfgang Meier, Uni Basel (Stv.: Prof. Daniel Müller, ETH Zürich)
    Main Leading House: Universität Basel
    Co-Leading House: ETH Zürich




Serie 2010 (3. Serie)

NFS QSIT

Quantenwissenschaften und -technologie
ETH Zürich, Klaus Ensslin; Co-Leading House: Universität Basel, Richard Warburton

NFS Robotik

Intelligente Roboter für eine verbesserte Lebensqualität
ETH Lausanne, Dario Floreano

NFS TransCure

Von der Transportphysiologie zu therapeutischen Ansätzen
Universität Bern, Matthias A. Hediger

NFS SYNAPSY

Synaptische Grundlagen psychischer Krankheiten
ETH Lausanne, Pierre Magistretti; Co-Leading Houses: Universität Genf, Dominique Muller, Universität Lausanne

NFS MUST

Ultraschnelle Prozesse in molekularen Bausteinen
ETH Zürich, Ursula Keller; Co-Leading House: Universität Bern,
Thomas Feurer

NFS Chemische Biologie

Biologische Prozesse mittels chemischer Verfahren visualisieren und kontrollieren
Universität Genf, Howard Riezmann; Co-Leading House: ETH Lausanne
Kai Johnsson

NFS LIVES

Überwindung der Verletzbarkeit im Verlauf des Lebens
Universität Lausanne, Dario Spini; Co-Leading House: Universität Genf,
Michel Oris

NFS Kidney.CH

Kontrolle der Homöostase durch die Nieren
Universität Zürich, François Verrey


Abgeschlossene NFS

2. Serie (abgeschlossen 2017)

NFS Affective sciences

Emotionen im individuellen Verhalten und in sozialen Prozessen
Universität Genf, Klaus Scherer

NFS Bildkritik

Macht und Bedeutung der Bilder
Universität Basel, Gottfried Boehm

NFS Demokratie

Herausforderungen an die Demokratie im 21. Jahrhundert
Universität Zürich, Hanspeter Kriesi

NFS Mediality

Medienwandel - Medienwechsel - Medienwissen: Historische Perspektiven
Universität Zürich, Christian Kiening

NFS Trade Regulation

Rahmenbedingungen des internationalen Handels: Von einem fragmentierten zu einem kohärenten Regelwerk
Universität Bern, Thomas Cottier

1. Serie (abgeschlossen 2013)

NFS Sesam

Schweizerische ätiologische Studie zur psychischen Gesundheit Universität Basel, Jürgen Margraf

NFS CO-ME

Computer-gestützte und bildgeführte medizinische Eingriffe
ETH Zürich, Gàbor Székely

NFS FINRISK

Bewertung und Risikomanagement im Finanzbereich
Universität Zürich, Michel Habib

NFS Genetics

Grenzen der Genetik - Gene, Chromosomen und Entwicklung
Universität Genf, Denis Duboule

NFS IM2

Interaktives multimodales Informationsmanagement
IDIAP Forschungszentrum Martigny, Hervé Bourlard

NFS Klima

Variabilität, Vorhersehbarkeit und Risiken des Klimas
Universität Bern, Thomas Stocker

NFS MaNEP

Materialien mit neuartigen elektronischen Eigenschaften
Universität Genf, Øystein Fischer

NFS MICS

Mobile Informations- und Kommunikationssysteme
ETH Lausanne, Karl Aberer

NFS Molekulare Onkologie

Von der Grundlagenforschung bis zur therapeutischen Anwendung
ETH Lausanne, Michel Aguet

NFS Nanowissenschaften

Nanowissenschaften - Impulse für Lebenswissenschaften, Nachhaltigkeit, neue Informations- und Kommunikationstechnologien Universität Basel,Christian Schönenberger

NFS Neuro

Plastizität und Reparatur des Nervensystems
Universität Zürich, Martin Schwab

NFS Nord - Süd

Forschungspartnerschaften zur Linderung von Syndromen des globalen Wandels
Universität Bern, Hans Hurni, Urs Wiesmann

NFS Plant Survival

Überlebenserfolg von Pflanzen in naturnahen und landwirtschaftlichen Ökosystemen
Universität Neuenburg, Ted Turlings

NFS Quantenphotonik Quantenphotonik
EPFL, Prof. Marc Ilegems (2001-2005)
Prof. Benoît Deveaud (2005 – 2013)
NFS Strukturbiologie Molekulare Lebenswissenschaften: Dreidimensionale Struktur, Faltung und Interaktionen
Universität Zürich, Prof. Markus Gerhard Grütter

Weiterführende Informationen

Kontakt

SBFI, Nicole Schaad

Ressortleiterin
Nationale Forschung

T +41 58 463 59 85

Kontaktinformationen drucken

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/themen/forschung-und-innovation-in-der-schweiz/foerderinstrumente/die-nationalen-forschungsschwerpunkte-nfs.html