ERA-NET

blau

© CERN

Vernetzung des Europäischen Forschungsraums

Das Instrument ERA-NET richtet sich an nationale und regionale Förderinstitutionen im europäischen Forschungsraum. Ziel ist es, nationale und regionale Forschungs- und Innovationsprogramme zu koordinieren und den europäischen Forschungsraum sowie bestimmte europäische Industriezweige zu stärken.

Im Rahmen eines ERA-NETs werden gemeinsam abgestimmte Ausschreibungen für transnationale Forschungs- und Innovationsprojekte lanciert. Die Projektpartner werden aufgrund der nationalen Förderkriterien der jeweiligen Mitgliedsländer und -regionen finanziert. Für die Koordination eines ERA-NETs ist jeweils eine der beteiligten Förderorganisationen aus einem EU-Mitgliedstaat oder einem assoziierten Staat zuständig.

In Horizon 2020 (2014-2020) existiert, im Gegensatz zum Vorgängerprogramm, dem 7. Forschungsrahmenprogramm, nur eine Art von ERA-NET-Instrumenten: das ERA-NET Cofund. Im Rahmen eines ERA-NET Cofund lancieren die beteiligten Förderorganisationen eine gemeinsame Ausschreibung, bei der sich die Europäische Kommission finanziell an der Projektförderung mit bis zu 33% der nationalen Beiträge beteiligt. Die Förderorganisationen können zusätzliche gemeinsame Ausschreibungen durchführen, allerdings ohne Mitfinanzierung durch die Europäische Kommission.

Projektanträge für neue ERA-NETs können zu den Ausschreibungen von Horizon 2020 eingereicht werden.

Im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (2007-2013) existierten zwei Arten von ERA-NET-Instrumenten: Beim normalen ERA-NET finanziert die Europäische Kommission die Koordinationsaufwendungen der Mitgliedsorganisationen. Beim ERA-NETplus beteiligt sich die Europäische Kommission zusätzlich finanziell an der Projektförderung der gemeinsamen Ausschreibung. ERA-NETplus führen nur eine einzige Ausschreibung durch, normale ERA-NETs können mehrere, in der Regel kleiner dimensionierte Projektausschreibung lancieren.

Innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms werden von der EU-Kommission rund 80 ERA-NET und 23 ERA-NETplus Projekte gefördert.

Allgemeine Informationen zu ERA-NETs im 7. Forschungsrahmenprogramm, zur Verfügung gestellt von der Europäischen Kommission.

Schweizer Beteiligungen an ERA-NETs

In der Schweiz liegen die Entscheidung und Verantwortung (inkl. allfällige Mitfinanzierung) für ERA-NET-Projektbeteiligungen und gemeinsame Ausschreibungen bei den thematisch betroffenen öffentlichen Institutionen (Schweizerischer Nationalfonds SNF, Innosuisse, Eidgenössische Departemente bzw. Bundesämter). Diese informieren das SBFI so früh als möglich über geplante Beteiligungen, spätestens aber bei der Einreichung eines Projektvorschlags.

Im 7. Forschungsrahmenprogramm (7.FRP) beteiligen sich zahlreiche Schweizer Organisationen (SNF, Innosuisse, Eidgenössische Departemente bzw. Bundesämter) an über 40 ERA-NETs. Schweizer Kontaktpersonen zu den einzelnen ERA-NET sind in der ERA-NET-Projektliste des 7. FRP zu finden. Die Schweizer Beteiligungen in Horizon 2020 sind in der Horizon 2020 ERA-NET Cofund-Projektliste aufgeführt.

Rolle des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI):

Innerhalb der Schweiz ist das SBFI verantwortlich für die Analyse des ERA-NET Instruments und die Positionierung der Schweiz unter Einbezug der interessierten Stellen, die laufende Aktualisierung einer Übersicht der Schweizer ERA-NET Beteiligungen, sowie die Kontaktvermittlung von interessierten Organisationen bei der Anbahnung neuer ERA-NETs.

Über die Ausschreibungen neuer ERA-NETs informiert Euresearch.

Weiterführende Informationen

Kontakt

SBFI, Astrid Vassella

Übersicht

T +41 58 462 88 87

SBFI, Roland Buehler

Projektausschreibungen

T +41 58 464 71 41

Kontaktinformationen drucken

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/themen/internationale-forschungs--und-innovationszusammenarbeit/zusammenarbeitsprogramme/era-net.html