Europäische Trägerraketen

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Das Ariane-Programm der Europäischen Weltraumorganisation ESA zur Entwicklung und zum Bau von europäischen Trägerraketen wurde 1973 ins Leben gerufen. Seither haben die ESA-Mitgliedstaaten die Entwicklung von fünf Generationen der Ariane-Rakete vorangetrieben und den Bau des europäischen Weltraumbahnhofs in Kourou (Französisch-Guayana) unterstützt. Im Dezember 2009 konnte der 30. Jahrestag des Ariane-Erstflugs begangen werden. Bisher fanden 193 Ariane-Flüge statt. Dabei wurden insgesamt 318 Nutzlasten, wovon 276 grosse Satelliten befördert.

Der Beitrag der Schweizer Industrie

Seit de Entwicklung der Ariane 1 ist die Schweizer Industrie am Bau der europäischen Trägerraketen beteiligt. Dank der auch in NASA-Programmen gesammelten Erfahrungen konnte ein Schweizer Konsortium unter der Leitung von Oerlikon Space AG - seit 2009 RUAG Space AG - ein Angebot für die Entwicklung einer äusseren Nutzlastverkleidung einreichen. Mit Erfolg: 1974 wurde der Auftrag dem Schweizer Konsortium vergeben. Seither fanden verschiedene Generationen der Schweizer Nutzlastverkleidung auf den jeweiligen Ariane-Versionen, aber auch bei der von Lockheed Martin gebauten Atlas V-Rakete Verwendung. Auch beim neuen ESA-Trägersystem Vega kommt eine Schweizer Nutzlastverkleidung zum Einsatz.

Schweizer Firmen haben ausserdem zum Bau von Testanlagen, zur Entwicklung und Wartung des Europäischen Weltraumbahnhofs in Kourou und zur Herstellung von Vorrichtungen zum sicheren Transport von Nutzlastverkleidungen beigetragen.

Weiterführende Informationen

https://www.sbfi.admin.ch/content/sbfi/de/home/themen/raumfahrt/europaeische-traegerraketen.html